Montag, 16. Juni 2008

There's no such thing as a bargain

Es ist wirklich interessant - selbst eine einfache Sache wie die Eröffnung eines Girokontos ist mittlerweile zu einer höchstkomplexen Aufgabe geworden. Galt es früher, einfach bei der nächstgelegenen Bankfiliale vorbeizuschauen und eine Unterschrift zu leisten, leidet man heute unter dem ständigen Druck, evtl. eine falsche Entscheidung zu treffen.

Es könnte ja sein, dass man ein zu teures Konto eröffnet - Gebührenfalle.
Oder man kommt nicht ausreichend an Bargeld - Automatenfalle.
Oder die Kreditkarte kostet zusätzlich - Premiumfalle.
Oder wir täglich verrechnet und mit horrenden Gebühren belastet - Kleingedrucktesfalle.

Früher wars einfach und teuer. Heute ist billig und kompliziert. Habt ihr schon mal versucht, die Recherchezeit für DAS Schnäppchen in Geld umzurechnen? Ich habe mich mit der Girokontothematik gut und gerne 4 Stunden beschäftigt. Bei einem kalkulatorischen Lohn von 200 Euro pro Stunde sind das 800 Euro. Dafür könnte ich gut und gern drei Jahre bei einer Bank sein, die Apothekenpreise hat. Wenn ich genauso lange für eine Tintenpatrone recherchieren würde, könnte ich mir glatt 10 neue Drucker kaufen.

There's no such thing as a free lunch.

Na was soll's. Jetzt bin ich Comdirect-Kunde und bekomme jeden Monat 1 Euro. Dafür dauern Überweisungen zwischen 2 und 3 Tagen. Und die Kreditkarte - die ich für alle Reisekosten, Tanken,Hotel, Flieger - einsetze, wird taggenau valutiert. Das heißt manchmal geht das Konto aufgrund dieser Verschiebung für 1, 2, 3 Tage ins Minus. Bin mal gespannt, wann ich die erste Soll-Zinsabrechnung bekomme und wie hoch die wird.

Habe sogar noch ein zweites Girokonto eröffnet - Citibank. Super-Geschichte, nur klappt's dann nicht mehr mit meiner Homebanking-Software.

Na, was soll's. Wir greifen das Thema jetzt redaktionell auf, um wenigstens ein bißchen über die Fallstricke und Details zu informieren. Denn kostenfrei ist nicht immer frei von Kosten.

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