Mittwoch, 16. Mai 2012

Rot-grün Wandern in NRW: Industriekultur und Natur entdecken

An der Wuppertalsperre
Beim Wandern ist es wie beim Überraschungs-Ei: Man will am liebsten gleich drei Dinge auf einmal. Das eindrucksvolle Naturerlebnis, die sportliche Aktivität und spannende Sehenswürdigkeiten entlang des Weges. Genau diese Kombination bietet der Wupperweg, den der GPS Wanderatlas Deutschland als Wanderweg des Monats unter www.ich-geh-wandern.de in sechs Tagestouren vorgestellt.

Der Wupperweg ist als Bezirkswanderweg 6 ausgeschildert und begleitet den längsten Fluss im Bergischen Land von der Quelle bei Marienheide im Oberbergischen bis zur Mündung in den Rhein in Leverkusen. Auf der insgesamt 125km langen Wanderstrecke reihen sich kulturelle und landschaftliche Höhepunkte wie an einer Perlenkette.

Schon das Quellgebiet der Wupper, die aus fast vierzig Quellen in einem Sumpfgebiet entsteht, ist beeindruckend. Folgt man dem im Oberlauf noch Wipper genannten Fluss, kommt man ins Land der Pulvermühlen. Hier wurde einst Schwarzpulver für den Weltmarkt produziert.

Durch Wipperfürth, die älteste Stadt im Bergischen Land, geht es ins bergische Talsperrenland. Neyetalsperre, Bevertalsperre und schließlich die Wuppertalsperre liegen am Weg. Für kulturell interessierte ist ein Abstecher zum Schloss Hückeswagen Pflicht.

Hinter der Wuppertalsperre trifft der Wupperweg auf zahlreiche Zeugen der einst mächtigen Textilindustrie im Bergischen Land. Die alten Anlagen der Wülfing-Werke vermitteln einen Eindruck über die Größe der Branche, bevor man am Beyenburger Stausee den Blick auf die Gebäude von Kloster Steinhaus genießt.

Den Wuppertaler Süden erlebt man bei der Wanderung durch die Barmer Anlagen zum Toelleturm und weiter am Rigi Kulm vorbei ins größte Arboretum Deutschlands im Staatsforst Burgholz. An der Kohlfurter Brücke passiert man das Bergische Straßenbahnmuseum, das an die Zeiten erinnert, als rund um Wuppertal das viertgrößte Straßenbahnnetz der Republik in Betrieb war.

Durch den Brückenpark unterhalb der Müngstener Brücke mit der beliebten Schwebefähre führt der Wupperweg nach Burg an der Wupper, für 250 Jahre Hauptstadt des Bergischen Lands, bevor die Herzöge nach Düsseldorf übersiedelten. Mit der Seilbahn kann man einen Abstecher zum Schloss Burg machen, der größten rekonstruierten Burganlage in NRW.

Weiter geht’s durchs Land der Messerschleifer. Am Balkhauser Kotten kann man im kleinen Schleifermuseum zunächst die Geschichte der Schleifkotten kennenlernen und wenig später im Wipperkotten beobachten, wie Schleifer mit Wasserkraft die Klingen schärfen.

Die Schlussetappe auf dem Wupperweg führt schließlich über Leichlingen mit Schloss Eicherhof und dem Rittersitz Haus Vorst nach Rheindorf, wo die Wupper in den Rhein mündet.

Der gesamte Wanderweg und die sechs Tagesetappen auf dem Wupperweg werden ab Donnerstag (17. Mai 2012) unter www.ich-geh-wandern.de in kleinen Reportagen vorgestellt. Die Wegstrecken sind in eine interaktive Karte eingezeichnet und können als GPS-Daten in Form so genannter GPX-Tracks kostenfrei aus dem Internet geladen werden.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein redaktionelles Angebot, das sich speziell an den Bedürfnissen von Wanderern, Tagesgästen und Ausflugstouristen orientiert. Wer kurzfristig etwas in der Region unternehmen möchte, findet im GPS Wanderatlas Deutschland eine praktische Planungshilfe.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist ein Produkt der Wanderatlas Verlag GmbH mit Sitz in Beselich bei Limburg. Das Unternehmen wurde im April 2010 gegründet, um Tagestouristen und Wanderer überregional und unabhängig mit Informationen für Touren, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten zu versorgen. Aktuell gibt es den GPS Wanderatlas für die Wandergebiete Sauerland, Westerwald, Taunus, Oberhessen und Bergisches Land.

Der GPS Wanderatlas Deutschland ist mit über 350.000 Lesern und bis zu 1 Mio. Seitenabrufe im Monat eines der beliebtesten Portale für Leute, die einen Ausflug in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder Hessen planen.

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