Mittwoch, 5. Dezember 2012

Prof. Dr. Thomas Becker zum Dekan für Medien- und Kommunikationsmanagement gewählt

...in eigener Sache wie man so schön sagt: im Dezember wurde ich durch den Fachbereichtsrat an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien zum Dekan für den Fachbereich Medien und Kommunikation gewählt und am 3.12.2012 von Rektor Prof. Dr. Peter J. Weber im Amt bestätigt.

Auf der heutigen Fachbereichssitzung konnte ich mich für die Wahl bedanken und zugleich die Vorstellungen für den Ausbau des Studienangebots in Richtung Medienmanagement und öffentliche Kommunikation vorstellen. Letzteres ist ein Prozess und kann daher noch nicht abschließend dargestellt werden (Grundüberlegungen dazu sind bereits veröffentlicht, siehe Wunschzettel: Wie sollte ein Masterstudiengang Medienmanagement aussehen).

Für Ersteres allerdings kann ich an dieser Stelle meine Dankesworte zur Ernennung in Form eines kurzen Gedächtnisprotokolls wiedergeben:



"Die Wahl zum Dekan im Fachbereich Medien und Kommunikationsmanagement bewerte ich nicht als Zeichen des Vertrauens in meine Person. Dafür bin ich zu kurz hier an der Hochschule. Dafür ist zu wenig bekannt, welche Positionen ich vertrete. Dafür wurde im Vorfeld der Wahl zu wenig über Inhalte gesprochen.

Die Wahl ist vielmehr ein Vertrauensvorschuss. Ein Vorschuss, der sich an einem Sachthema orientiert – dem weiteren Ausbau des Studienangebots im Fachbereich Medien und Kommunikationsmanagement. Ein Vorschuss, der in dem Treu und Glauben gegeben wird, dass etwas zurückkommt, oder: dass geliefert wird, um es „liberal“ zu formulieren.

Was können Sie erwarten bzw. mit was dürfen sie rechnen? Sehen Sie mich als ein Dienstleister in Sachen Produktmanagement. Wir alle – Studierende und Lehrende – formen hier an der Hochschule das Produkt Bildung. Und wie immer wenn es um Produkte geht, braucht man verschiedene Faktoren:


  • das Produkt muss möglichst passend auf den Markt zugeschnitten sein. Und hier stellt sich schon eine entscheidende Frage: Wer ist unser Markt eigentlich? Wer bezahlt letztlich das Produkt Bildung? Der Studierende oder die Wirtschaft, die nachher durch höhere Gehälter die Investition in Bildung für junge Menschen und deren Eltern kalkulierbar macht. 
  • die Qualität des Produkts muss verlässlich und überprüfbar sein. Was ist das, was unsere Absolventen nachher von Absolventen anderer Hochschulen unterscheidet und wie lässt sich sicherstellen, dass alle Absolventen in Calw diesen Bildungs-USP haben
  • das Produkt muss verfügbar und bekannt sein: hier geht es um Aufmerksamkeit und Transparenz in unseren Zielmärkten – die wir z.B. durch öffentlichkeitwirksame Projekte transportieren können
  • das Produkt muss seinen Preis wert sein: die in meinen Augen entscheidende Dimension: Wenn jemand rund 20.000 Euro für seine Grundausbildung – das Bachelorstudium – ausgibt, muss sich das durch bessere Startchancen in den Beruf auszahlen.
  • und schließlich muss sich das Produkt auch rentieren, ein Aspekt der letztlich wiederum auf die Attraktivität rückwirkt und den einfachen Schluss nahelegt: Eine attraktives Angebot sorgt für konstant hohe Auslastung sorgt für solide Finanzierung sorgt für den weiteren Ausbau der Attraktivität vor allem auch im Hinblick auf Forschung

 Diese Aspekte müssen wir als kleiner Anbieter im Bildungsmarkt besser beherrschen als öffentliche Hochschulen. Wir müssen fokussiert und ergebnisorientiert vorgehen und dafür – so meine Überzeugung – braucht es Produktmanagement. Und den Produktmanager nennt man an einer Hochschule Dekan. So weit mein Aufgabenverständnis. Herzlichen Dank für Ihren Vorschuss an Vertrauen!"

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