Montag, 14. Januar 2013

Drei Aufgaben, die Journalisten 2013 angehen müssen

Ein Kollege an der SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien hat mir gerade einen Artikel vom International Journalist’s Network weitergeleitet. Hier schreibt Margaret Looney, was die drei wichtigen Aufgaben sind, mit denen sich Journalisten 2013 auseinandersetzen müssen.

Nun, würde man einen Blindtest machen, könnte man annehmen, dass die drei Dinge, die Journalisten selbst nennen würden, wahrscheinlich in diese Richtung gingen: Mehr Zeit für die Recherche nehmen, mehr Kontakt zu den Lesern, Hörern, Zuschauern haben. Mehr echte Nachrichten entwickeln, und nicht nur PR-Texte und Agenturmaterial nutzen.

Looney allerdings empfiehlt etwas anderes und sie zeichnet m.E. einen zentralen Trend auf – nämlich dass sich das Berufsbild des Journalisten derzeit enorm wandelt. Die drei zentralen journalistischen Aufgaben für 2013 seien demnach: Programmieren lernen, Interpretieren lernen und Vermarkten lernen.

Gut, das klingt nicht wirklich journalistisch. Aber das sind Aufgaben, die im Zusammenspiel mit dem Internet von besonderer Bedeutung sind. Man muss heute wissen, was online technisch möglich ist (so wie man früher wissen musste, welche Druckauflösung sich produzieren lässt oder welche Helligkeit für einen Dreh notwendig ist), nur dann kann man spannende Formate entwickeln.

Fakten, so die zweite These, sind heute nicht mehr das knappe Gut. Die Auswahl, welche Fakten man berichtet und die Interpretation derselben sind das, was Journalisten heute leisten müssen.

Und schließlich ob freier Journalist oder Verlagsprodukt: Ohne einen eigenen Markenwert (im Internet u.a. ausgedrückt durch Reputationskennzahlen wie Page Rank, Anzahl der Follower, Anzahl von Likes oder Re-Tweets etc.) wird man schlicht und einfach nicht mehr wahrgenommen. Auch Journalisten müssen um Aufmerksamkeit kämpfen und erhalten sie nicht mehr qua Amt.

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