Donnerstag, 17. Januar 2013

Kostenpflichtige Inhalte im Netz: Bezahlen für Texte im Internet?


Kann man journalistische Inhalte im Netz verkaufen? Lässt sich mit Inhalten auch online Geld verdienen? Gibt es für Onlinejournalismus ein Geschäftsmodell neben Werbung und Provisionen? Lassen sich textuelle Inhalte digital ähnlich vermarkten wie Musik und Filme?

Entwicklung bei taz-zahl-ich (Quelle)
Diese Fragen beschäftigen Verlagsmanager, Journalisten, Autoren und Medienhäuser auf der ganzen Welt. Eine interessante Erkenntnis zur Möglichkeit, mit Inhalten im Netz Geld zu verdienen, konnte man gestern im Blogder taz lesen.

Die überregionale Tageszeitung, die gute 50.000 Exemplare ihres Druckwerks werktäglich absetzt, hat im Dezember 2012 erstmals einen fünfstelligen Umsatz mit dem Verkauf von Artikeln im Netz erzielt. 10.932 Euro wurden erlöst.

Die taz hat im April 2011 auf ihrer Internetseite die Bezahlmöglichekit „taz zahl ich“ eingeführt. Man kann entscheiden, ob man einen online veröffentlichten Text kostenfrei liest, oder einen Betrag seiner Wahl zahlt. Die Bezahlung ist also freiwillig und wird mit keinen erweiterten Nutzungsmöglichkeiten oder exklusiven Inhalten verbunden.

In 2011 erlöste das Modell für online veröffentlichte Inhalte 31.200 Euro. In 2012 wurden insgesamt schon 56.300 Euro umgesetzt, also ein Plus von 80%. Gut tausend Nutzer haben sich mittlerweile als regelmäßig Zahler (Freiwilligkeit im Abo) eingetragen und überweisen regelmäßig Geld für die Nutzung der Inhalte auf taz.de. Allein darüber kommen mittlerweile über 4.000 Euro pro Monat in die Kasse.

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