Dienstag, 29. Januar 2013

Redaktionen blockieren Cross Media im Lokaljournalismus

Geht es um die Einführung neuer Technologien und Methoden, sind Redaktionen eher konservativ eingestellt. Das zumindest legt der Forschungsbericht Cross Media 2012 nahe (Kinnebrock, Susanne / Kretzschmar, Sonja (2012): Forschungsbericht Crossmedia 2012, Augsburg).

Bei Befragungen fanden die Autoren heraus, dass Journalisten in Lokalredaktionen Innovationen gegenüber skeptisch sind. Innovationen werden eher vom Verlag erwartet, während die Journalisten am liebsten so arbeiten woe gewohnt. Änderungsbereitschaft und Medienoffenheit: Fehlanzeige (vgl. S. 17).

Ein systematisches Change Management, wie man es in vielen anderen Branchen seit mittlerweile gut zwanzig Jahren kennt, ist im Verlagswesen und Journalismus noch nicht angekommen.

Abhilfe kann hier nur ein erweiterter Blick auf die Rolle des Journalisten bringen. Der Journalist als Content-Manager oder Redaktionsmanager, der sich selbst tagtäglich die Frage stellen muss, mit welchen Themen über welche Verbreitungstechnologien er seine Leser (Nutzer) am besten ansprechen kann.

Dass Tageszeitungen heute nur noch von Alten gelesen werden, hat wohl zu guten Teilen damit zu tun, dass die Journalisten selbst Innovationen (und damit Dynamik) verhindern.

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