Samstag, 23. Februar 2013

Erfolg heißt zuallererst: Dabei zu sein

Wie kann man Erfolg planen und Erfolg wahrscheinich machen - diese Fragen sind der Nukleaus jeglicher strategischen und planerischeren Tätigkeit. Und wir können sicher sein: Darauf wird die Menschheit aufgrund instabiler Umweltverhältnisse niemals eine Antwort finden. Aber immer wieder gibt es Aspekte, die ERfolg zwar nicht erklären, die aber gehäuft auftauchen, wenn ERfolge entstehen.

Eine dieser Beobachtungen ist die simple Tatsache, dass Orte nicht nur Menschen prägen, sondern auch Organisationen und deren Geschäfte. Cluster wie das Silicon Valley bei San Francisco sind nicht allein deshalb so erfolgreich, weil hier viel Kompetenz zusammentrifft. Auch die Art zu denken und zu arbeiten ist hier anders. Und das wirkt wieder wie ein Magnet auf junge,erfolgshungrige Mitarbeiter und Gründerpersönlichkeiten und natürlich auf renditeoptimierende Investoren.

Rosabeth Moss Kanter von der Harvard Business School fasst die unter dem Titel zusammen: The First Secret of Success Is Showing Up. Hier beschreibt sie ein erstaunliches Paradoxon der Moderne:

"The declining significance of place is associated with the rising significance of place. Technology helps us connect with anyone anywhere nearly instantaneously, crowdsource ideas, and work on virtual teams without ever being in the same place. But being in the same place at the right time means being able to make serendipitous connections, and even to get mistaken for someone important."

Diese Erkenntnis ist nicht nur wichtig für die Reisebranche, sondern für jeden Manager, Unternehmer oder Freiberufler wie Künstler oder Berater: Nur wer da ist, kann wahrgenommen werden. Nur wer da ist, kann angesprochen werden. Nur wer da ist, kriegt mit, was los ist. Nur wer da ist, lernt die Entscheider kennen.

Aus meinen zwanzig Jahren Geschäftserfahrung kann ich dieses Stück Empirie weitergeben: Ich habe in dieser Zeit keinen einzigen wichtigen Deal geschlossen, ohne mit dem Gegenüber mindestens einmal persönlich gesprochen zu haben und alle großen Deals sind aus einer Beziehung heraus entstanden, während die meisten (nicht alle) Niederlagen etwas damit zu tun hatten, dass wir nicht mit am Tisch saßen.  

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