Montag, 4. Februar 2013

Wie gut ist die Bildung an privaten Hochschulen?

Ein Studium der Eurythmie, ein Studium der Homöopathie, ein Studium der Komplementärmedizin: Auch da, wo der wissenschaftliche Diskurs üblicherweise einig ist, dass es sich bei bestimmten Themen definitiv nicht um Wissenschaft handelt, kann man heutzutage eine private Hochschule gründen und auch vermeintlichen Schwachsinn akademisieren. Dies stellt Bernd Kramer in einem lesenwerten Beitrag bei ZEIT online vor.

In dem Text hinterfragt er auch kritisch den Sinn von Akkreditierungen, wenn diese nahezu ausschließlich auf dem Einhalt formaler Kriterien beruhen. Dies erinnert stark an die "institutionelle Prüfung" der Qualität im Rahmen von DIN/ISO-Vorschriften. Gut dokumentiert ist nicht gut produziert - das weiß heute jedes Unternehmen. Aber ebenso dürfte sich im Laufe der Jahre herausstellen: Gut akkreditiert ist nicht gut studiert.

Für die Qualität einer wissenschaftlichen Ausbildungseinheit dürfen m.E. nur zwei Kriterien herangezogen werden:

  • Wie gut präpariert die Ausbildung für einen Job (gemessen am Erfolg der Absolventen in den Beruf)
  • Wie gut ist die Hochschule in den aktuellen wissenschaftlichen Diskurs eingebunden (gemessen an der Zahl wissenschaftlicher Beiträge in Publikationen, auf Konferenzen etc).

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