Montag, 1. April 2013

Big Data: Wie spricht man Analytics?

Nightingale Infographic
Nightingale kommunizierte ihre Analysen visuell
Analyseergebnisse sind eine tolle Sache. Doch wenn man sie nicht versteht, fällt man schnell zurück auf sein Bauchgefühl. Das ist die Erfahrung, die Tom Davenport, einer der Protagonisten der Business Intelligence, gemacht hat. Deshalb ist es wichtig, über Analyseergebnisse so berichten zu können, dass Entscheider die Optionen oder Resultate in ihren eigenen Begriffen verstehen können.

Zu diesem spannenden Themenfeld hat Davenport einen guten Artikel veröffentlicht:

Davenport, Thomas H. (2013): Telling a Story with Data. Communicating effectively with analytics, http://dupress.com/articles/telling-a-story-with-data/

Die zentrale These Davenports in diesem Artikel: "unless decision makers understand analytics and its implications, they may not change their behavior and adopt analytical approaches while making decisions".

Er bringt ein schönes Beispiel von Florence Nightingale, die Begründerin der modernen Krankenpflege, die u.a. auf Basis von Datenanalyse die Ressourcenverteilung im Krankenhaus beeinflusst und dabei durchaus modern anmutende Infographics einsetzte.

Das Gegenteil seien die Forschungsarbeiten von Gregor Mendel, dem Begründer der genetischen Vererbungslehre. Trotz epochaler Forschungsergebnisse verstand Mendel es nicht, seine Ergebnisse so zu kommunizieren, dass sie Eingang in den wissenschaftlichen Diskurs nahmen. Erst spät nach seinem Tod wurden die Ergebnisse aufgegriffen und beeinflussten das Biologie im Kern.

An weiteren Beispielen erläutert Davenport den Einfluss, den die Art und Weise der Ergebnispräsentation auf den Erfolg (die Anwendung der Ergebnisse) nimmt und rät abschließen: "From the beginning of the analysis process, an analyst should be thinking deeply about how the results will be communicated."

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