Donnerstag, 4. April 2013

Meeting Troll: 12 Merkmale, die ihn entlarven

Ein Meeting Troll ist eine Person, die die Effektivität und Effizienz von Meetings als Instrument der internen Kommunikation negativ beeinflusst. Und zwar nicht durch Ignoranz oder reine Provokation, sondern unter dem Deckmantel der Mitarbeit.

Seth Godin hat in einer Art Bestimmungsbuch zwölf Merkmale zusammengetragen, die helfen, einen Meeting Troll zu entlarven:

1. Der Meeting Troll hat eine unendliche Liste von Einwänden. Es ist die Länge der Liste, die diese unzumutbar macht.

2. Der Meeting Troll sagt niemals "wir", sondern immer "Sie" oder "Du" oder "Ihr"

3. Der Meeting Troll will nicht unbedingt das Scheitern des Meetings, aber er baut von Anfang an vor, dass er im Falle des Scheiterns nicht mit dem Meeting in Zusammenhang gebracht wird.

4. Obwohl der Meeting Troll immer bekundet, wie sehr er Meetings hasse, kann er nicht ohne, sind Meetings doch die einzige Möglichkeit seiner Betätigung.

5. Der Meeting Troll verwendet überdurchschnittlich oft die Phrase vom Advocatus diaboli

6. Der Meeting Troll versucht immer die "Neins" und das Contra zu einer Idee zu finden

7. Der Meeting Troll ruft nicht selbst Treffen ein, er nimmt nur Teil

8. Manchmal sagt ein Meeting Troll in einem Meeting gar nichts und kommuniziert ausschließlich non-verbal: mit Augenrollen, Stirnfalten u.ä.

9. Der Meeting Troll hat ein tolles Gedächtnis, was Fehlschläge angeht, kann sich aber selten an Erfolge zurückereinnern.

10. Der Meeting Troll nutzt Analogien, um andere zu verunsichern und ihnen nahezulegen, dass sie gerade dabei sind, einen großen Misserfolg zu starten.

11. Der erfahrene Troll nutzt endloses Hinterfragen, nicht um ein Projekt direkt zu töten, sondern um die Saat der Unsicherheit und des Misstrauens in das Projekt zu säen und damit das Projekt mittelfristig zum Scheitern zu bringen.

12. Der Meeting Troll ist nicht wirklich böse oder schlecht, er ist nur ein Angsthase: "Change is a threat, and trolling is his well-intentioned but erroneous response to the threat of change."

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