Mittwoch, 5. Juni 2013

2,5 Milliarden Menschen lesen täglich Zeitung

Die Tageszeitung ist nicht tot, jedenfalls nicht, wenn man sich den Weltmarkt anschaut. Immerhin 2,5 Milliarden Menschen greifen täglich zur gedruckten Zeitung, da ist also etwa soviel wie alle Internetnutzer zusammen. Damit generiert die Zeitungsbranche weltweit immerhin stolze 200 Milliarden USD Umsatz im Jahr (zum Vergleich: Apple allein macht derzeit knapp 160 Milliarden Dollar Umsatz). Und im weltweiten Bezug sind die Auflagen im Vergleich zum Vorjahr gerade einmal um 0,9% zurückgegangen.

Diese Zahlen legte der Zeitungsweltverband WAN-IFRA Anfang Juni 2013 auf dem Weltzeitungskongress in Thailand vor.

Aber wie sagt man so schön: Man (die Leser) geben Gewohnheiten (das Zeitungslesen) nicht so schnell auf und in manchen Märkten gibt es sogar echtes Wachstum. So ist China seit 2012 der größte Zeitungsmarkt der Welt, so berichtet der Branchendienst Meedia: Täglich werden in China 114,5 Millionen Tageszeitungen verkauft.

Besorgniserregend dagegen für die Verlage: Die Werbeerlöse brechen weg. Im größten Werbemarkt der Welt, den USA, haben die Tageszeitungen in den letzten fünf Jahren 42% an Werbeumsatz verloren. Da kommen West-Europa mit minus 23,3% und OSt-Europa mit minus 30,3% noch vergleichsweise glimpflich davon.

Vincent Peyrègne, CEO der WAN-IFRA, bringt auf den Punkt, welchen Weg Zeitungen vor allem mit kleinen Auflagen - also lokale und regionale Blätter - gehen müssen: “The fragmentation of the market is a threat for our business model, but an opportunity to come back to our core mission and values: empowering free citizens, by providing them with the news and information necessary to make informed decisions in society”.

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