Mittwoch, 5. Juni 2013

Apple: Weltgrößter Verlag

"Ein Verlag ist ein Medienunternehmen, das Werke der Literatur, Kunst, Musik, Unterhaltung oder Wissenschaft vervielfältigt und verbreitet." So schreibt's die Wikipedia. Und wenn wir an Verlage denken, dann fallen uns in Deutschland Namen wie Suhrkamp, Fischer, Springer, Burda etc ein.

Kundenkonten bei Facebook, Apple und Amazon
Anzahl von Kundenkontaktpunkten
Quelle: Appleinsider
Doch wenn man selbst ein Stück Inhalt produziert und möchte sein Werk möglichst breit zugängig machen, dann sollte man zum größten Verlag gehen: und das ist irgendwie heute Apple. Apple bietet mittlerweile den Zugang zu über 500 Mio. verifizierten und mit Zahlungsdaten hinterlegten Kunden. Das sind deutlich mehr potenzielle Käufer, als sie heute Amazon, Ebay oder klassische Verlage bieten können.

Mehr verifzierte - als direkt zu einer Transaktion überprüfte - Kundenkonten hat niemand, weltweit. Und nur ein Unternehmen hat wenigstens noch mehr registrierte (aber damit noch nicht debitierbare Kunden), und das ist Facebook. Auf der einen Seite Echtdaten, die sofort und ohne weitere Hürden einkaufen können, auf der anderen Seite Nickname-Konten, die auf einem e-Mail Konto beruhen.

Durchschnittlicher Umsatz pro Kundenkonto
Quelle: Appleinsider
Und dann geben Apple-Kunden tendenziell auch noch gerne Geld aus. Auch das macht Apple als Plattform nicht nur heute, sondern vor allem Richtung Zukunft projeziert, zu einem Stammspieler was Überlegungen zur Verbreitung von Inhalten angeht.

Ok, Apple ist tatsächlich natürlich weniger ein Verlag, als eine Vertriebsplattform. Heute. Aber ob das so bleibt, ist durchaus fraglich. Denn die Leistung, die klassische Verlag erbringen, nämlich eine Werk (eine App, ein Musikstück, ein Buch etc.) in den Verkehr zu bringen, die braucht Apple eigentlich nicht. Und damit könnte man sich die Verlags-Marge eigentlich auch guten Gewissens selbst einstecken ...

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