Donnerstag, 30. Januar 2014

Ohne Klatsch und Tratsch gäbe es keine Unternehmen

Klatschweiber und der Teufel, Holzschnitt von Hans Weiditz
Anfang 16. Jahrhundert (Public Domain)
Warum arbeiten Menschen miteinander, wo doch jeder einzelne ganz individuelle Ziele verfolgt? Forscher der Stanford University haben diese Frage untersucht und festgestellt, dass Klatsch und Tratsch (informelle Kommunikation) dazu führen, dass man den einzelnen Gruppenmitgliedern Reputation zurechnen kann und daraufhin festlegt, mit wem man wie zusammenarbeitet, um seine eigenen Ziele zu erreichen und wen man abstraft, weil er sich z.B. in der Vergangenheit eigensüchtig verhalten hat.

Erst durch diese informellen Kommunikationsprozesse (und die Kenntnis um sie - Stichwort: ist der Ruf erst ruiniert, lebt's sich gänzlich ungeniert) laässt sich dauerhafte Kooperation ohne Zwang sicherstellen oder anders formuliert: "the spread of reputational information through gossip can mitigate egoistic behavior by facilitating partner selection, thereby helping to solve the problem of cooperation even in noniterated interactions" (Quelle: Clifton B. Parker-Stanford auf Futurity.

Die Studie ist (kostenpflichtig) online verfügbar: Feinberg, Matthew / Willer, Robb / Schultz, Michael (2014): Gossip and Ostracism Promote Cooperation in Groups, Psychological Science 0956797613510184, first published on January 24, 2014 

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