Freitag, 7. Februar 2014

Traumland Deutschland: Alle 24 Minuten ein Bier

Wie lange müssen Geringverdiener in einem Land
für ein Bier arbeiten? Eine weitere Disziplin,
in der Deutschland ganz vorne mitspielt.
Quelle: Quartz
Man kennt ja schon seit längerem den Big-Max-Index. Der 1986 erstmals erstellte Index vergleicht die Preise eines Big Mac in verschiedenen Ländern der Erde und ermittelt damit einen einfachen Indikator für die Kaufkraft einer Währung.

Bei der von The Economist erhobenen Studie werden die Preise für einen Big Mac in unterschiedlichen Ländern in der inländischen Währung erhoben und werden durch die Umrechnung zu dem zu der Zeit herrschenden Wechselkurs in US-Dollar vergleichbar gemacht.

Ritchie King von Quartz hat jetzt - freilich mit anderer Intention - einen Bier-Index erstellt auf Basis einer Preistabelle von Numbeo, dem größten Pool von Daten, die Nutzer zusammentragen. Diese Bierpreise setzt King in Verbindung mit dem von der International Labor Organization ILO ermittelten unteren Lohngruppen (quasi dem real-existierenden Mindestlohn in einem Land).

Die erfreuliche Nachricht zum Wochenende: In Deutschland braucht man selbst als Schlechtverdiener für eine halbe Maß Bier nur 0,4 Stunden - also 24 Minuten - zu arbeiten. D.h., wenn man als Klomann auf der A2 eine Achtstunden-Schicht macht, kann man sich abends 16 Halbe reinschütten und hat immer noch Geld für ein Päckchen Aldi-Zigaretten. Klasse!

Übel dagegen die Lebensbedingungen in ansonsten unverdächtigen Ländern wie Bangladesh, Pakistan und selbst dem reichen Kuwait: Hier muss zwischen 5 bis über 16 Stunden malochen, um sich nachher ein kühles Blondes zu leisten.

Ganz vorne im Bier-Index, noch vor Deutschland, dass es auf Platz 6 von 91 Teilnehmern gebracht hat, liegt die Steuer-Oase Luxemburg und die Karibik-Perle Puerto Rico.

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