Dienstag, 23. April 2013

Portale neben Google wichtigste Navigationshilfe im Netz

Über Suchverhalten im Internet macht man sich außerhalb von SERP, SEO und SEA wenig Gedanken, denn eines ist klar: In Deutschland sucht man mit Google und sonst nirgends. Auf 96% Marktanteil kommt Google in Deutschland Stand Dezember 2012. Microsofts Bing folgt mit 1,4% , Ask mit 0,8%, Yahoo mit gerade mal noch 0,7% und Web.de mit 0,4%. Damit ist alles gesagt, oder?

Deutsche suchen auch außerhalb von Google ziemlich viel (Quelle: Comscore)
Interessant ist, laut der aktuellen Comscore-Marktstudie, dass die Deutschen durchaus neben Google noch viele andere Dienste nutzen, um per Suche zu neuen Ergebnissen zu kommen und man sich als Seitenbetreiber durchaus damit auseinandersetzen sollte. Nur eben keine generischen Suchmaschinen, sondern Portale.

So folgt nach Google hinsichtlich der Menge von Suchanfragen nicht etwa Yahoo (siehe oben), sondern Amazon, wo immerhin fast 28,8 Mio. Deutsche im Monat eine Suchanfrage abschicken. Nur knapp dahinter Ebay mit 26,3 Mio. Suchen.

Mit deutlichem Abstand folgen auf den Plätzen 4 und 5 zunächst die Seiten der Deutschen Telekom (hier wahrscheinlich vor allem das Angebot von T-Online und die dort teilweise vom Browser bei Fehleingaben der URL gestartete Suchmaschine) und dann von Facebook.

Ebenfalls ein Schwergewicht hinsichtlich der monatlichen Suchanfragen ist die Wikipedia: 8,9 Mio. Deutschen such im Monat auf Wikipedia nach Artikeln.

Dies zeigt deutlich, dass neben Google durchaus eine ganze Reihe von anderer Seiten relevant sind, um im Internet als Seitenbetreiber sichtbar zu sein und aufgefunden zu werden. Dies gilt vor allem für einzelne Marktsegment: Wenn jemand z.B. ein Ziel für einen Tagesausflug in der Nähe von Berlin sucht, wird er kaum "Tagesausflug Berlin" in Google eingeben, sondern sich über eine andere Suchstrategie und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über andere Webseiten neben Google Informationen beschaffen.

Freitag, 19. April 2013

2012: Smartphones 5,6% Anteil am Internet-Traffic

Anteil der Endgeräte am Aufruf von Internetseiten
in Deutschland 2012 (Quelle: Comscore)
Man mag es kaum glauben, wenn man durch Berlin-Mitte marschiert und gefühlt jeder Passant mit seinem Smartphone vor Augen durch die Straßen marschiert und dabei Routenanweisungen folgt, Texte liest oder eine Suche startet. Doch Stand 2012 sind es erst 5% aller Seitenaufrufe im Internet, die durch Smartphones erzeugt werden - jedenfalls in Deutschland.

Für 90% der Internetanfragen sind nach wie vor PCs (Desktop und Laptop) verantwortlich. Zumeist stationär genutzte Tablets steuern derzeit 3,3% des Traffics bei.

Ich veröffentliche diese Zahlen, um sie parat zu haben, wenn es 2013 und 2014 Updates gibt, denn ich glaube ich Entwicklung wird sehr massiv in Richtung mobiler Abrufe gehen.

Mittwoch, 3. April 2013

Internetnutzer in Deutschland: Die meisten sind älter als 55

So alt sind deutsche Internet-Nutzer
Internetnutzung nach Alter in Deutschland (Quelle: Comscore)
Selbst im Jahr 2013 hat man manchmal den Eindruck, dass sich der Volksglaube hält: Das Internet sei etwas für die jungen Hüpfer, die da irgendwie ihre Zeit vertändeln. Die empirisch messbare Realität sieht anders aus. Die meisten Internetnutzer in Deutschland stellen die "golden surfer" oder "best agers", also diejenigen, die ihren 50. Geburtstag schon hinter sich haben.

Das liegt natürlich sehr stark an der Alterspyramide in Deutschland. Dennoch zeigen diese aktuellen Zahlen aus dem von Comscore veröffentlichten Report "Future in Focus. Digitales Deutschland 2013" eines ganz deutlich: Internetangebote sollten nicht möglichst "jugendlich" zugeschnitten werden, sondern sich hinsichtlich Navigation, Lesbarkeit und Usability an der Majorität der Nutzer orientieren.

Dies gilt übrigens nicht nur fürs "normale" Internet. Auch bei Facebook legen die "Alten" zu, während die Jugend zu trendigeren Alternativen wechselt, wie Holger Schmidt heute auf Focus berichtet.

Dienstag, 2. April 2013

Social Media ohne Internet

Cartoon von John Atkinson (Quelle)
Für unsere Kinder und Enkel: So sah die Welt aus, bevor Social Media über alle Kanäle unser Leben mit Apps, Likes und Connects bereicherte. Schöner Cartoon von John Atkinson, der schön das Versprechen einlöst: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...