Montag, 8. Dezember 2008

Rubycon

wie weiland Julius der Große die Würfel fallen ließ, überschreiten wir heute unseren persönlichen Rubikon - auf Basis von Ruby on Rails. Der Startschuss für Sixbreak ist gefallen, dem Quiz, das Wissenshelden schafft.

Fragen aus unendlich vielen Kategorien machen jeden Spieler zu einem Experten - spätestens, wenn er selbst Fragen einstellt. Ob Einzelspieler, im Duell oder im Team - mit Sixbreak verkürzt man Wartezeiten, lenkt sich ab, paukt Wissen. Finanziert (hoffentlich) durch Micro Sponsors.

So Richtung März sollte eine Pre-Alpha life sein - mal schaun, wies wird. Ein schönes Hobby, das vom bürokratischen Alltag in der Software-Industrie ablenkt.

Donnerstag, 18. September 2008

Steuererklärung im Internet

Es stellen sich immer wieder interessante Fragen im Leben. Z.B. warum die Finanzbehörden im Wege der eGovernment Strategien keine Steuererklärung im Internet ermöglichen. 20 Mio. Leute machen Bankgeschäfte online, weitere zig Millionen geben ihre Kreditkarten- oder Bankdaten für den Einkauf im Internet an. Warum also sollte man nicht auch einen einfachen Lohnsteuerjahresausgleich komplett im Internet machen?

Wenn man es dann tut, stellt sich als nächstes die Frage: Wie? Ein gutes Beispiel liefert die Us-Anbieter HR-Block. Seine Anwendung Tango führt in angenehmer Weise und gut strukturiert durch die Materie.

Technisch basiert das auf Open Laszlo, einer Plattform für rich internet applications. Wir bauen jetzt spaßeshalber mal auf dieser Technik einen Showcase, wie denn eine Internet-Steuererklärung aussehen könnte. Projektname: Taxango. Klingt zwar ähnlich wie Tango, kommt aber von "tax and go", also "Steuer und fertig".

Wir sind gespannt, wie die ersten Prototypen ankommen - vielleicht revolutionieren wir ja die Art und Weise, wie in Deutschland in Zukunft die Steuererklärung gemacht wird.

Freitag, 29. August 2008

Wanderbar

Es ist schon interessant, dass es kein richtiges Wanderportal gibt. Da sind mehr als 2 Mio. Menschen in Deutschland in Wandervereinen organisiert und nochmal 700.000 im Alpenverein - und nirgendwo findet man praktische Informationen, die einem helfen, Touren auszuwählen und dann auch auf ein GPS-Geräte zu übertragen.

Das technische Punkte (GPX-Files) nicht gelöst sind, ist das eine. Aber das auch keine Übersichtsseite - Wanderatlas Deutschland oder so ähnlich - auffindbar ist, das verwundert schon sehr.

Dabei gibt es in den Geo-Wissenschaften sehr gut strukturierte Informationen, wie man Regionen klassifiziert und beschreibt. Aber diese Infos sind nicht für Wanderer nutzbar. Und auf Wanderseite findet man jeweils Beschreibungen von Strecken - die aber nicht hilfreich sind.

Da scheint es echtes POtenzial für eine Seite zu geben, die sowohl praktischen Content bereitstellt und das ganze navigationstechnisch durch interaktive Karten (OSM) und technisch mit Uploads (user generated tracks) und Downloads abrundet. Wir haben die Domain http://www.wandertracks.de/ reserviert :-)

Donnerstag, 10. Juli 2008

Richpoi

Nein, das ist kein neues thailändisches oder südchinesisches Gericht mit "viel Scharf" und wenig Fleisch, sondern eine angeregte Diskussion mit Maik, was denn eigentlich die Dinge sind, die trotz Überangebot im Internet und unterwegs nicht gut funktionieren.

Wenn ich bei Google "Zahnpasta FLorenz" eingeben erhalte ich alles mögliche - von Preisvergleichen über Diskussionen - nur nicht die Antwort: Wo um alles in der Welt finde ich - dem gerade sein Koffer aufgrund eines Lufthansa-Streiks abhanden gekommen ist, einen Laden, der Zahnpasta führt.

In Deutschland mag man das nicht nachvollziehen aufgrund von Schlecker, dm und C0., aber in Florenz war´s ein Problem, das mich letztendlich in eine Apotheke führte...

Aber auch hier in Good old Germany gibt'S Lücken im Informationsteppich. Gut, mein Navi weist mich darauf hin, dass in 3km eine Tankstelle kommt. Wenn ich aber nur noch Sprit für 10km habe und es ist 23.00 Uhr ist, kann diese Info tödlich sein - z.B. im ostsächsischen Bergland - da hat die Tanke nämlich garantiert schon zu. Aber Öffnugnszeiten oder Userbewertungen von Restaurants oder den nächsten Supermarkt - das weiß auch mein Navi nicht.

Also sollte man wirklich mal überlegen, ob rich point of information infos nicht eine äußerst sinnvolle Geschichte sind, die allerdings nur durch Experten vor Ort erstellt und gepflegt werden können. So als Art "Lokalreporter", die auch die besten "Promillepfade" kennen ;-)

Dienstag, 8. Juli 2008

In der Hitze des Tages

Konnte jemand ahnen, dass es in Florenz wärmer werden kann, als in Nigeria? Jedenfalls gefühlt. Die 36 Grad im Schatten gingen, wäre die Luft in Bewegung und etwas trockener.

Kann jemand ahnen, dass ein zweistündiger Lufthansa-Streik dazu führt, dass bei einer innereuropäischen Kurzstrecke das Gepäck auf der Strecke bleibt und erst nach 24 Stunden nachgeliefert wird? Jedenfalls nicht, wenn man weiß, dass die Strecke pro Tag fünf Mal bedient wird.

Wie dem auch sei: Mehr geschwitzt hab ich jedenfalls noch nie. Und es ist eine wirklich intensive Erfahrung, wenn man ein Hemd durchschwitzt, es dann zum Trocknen auszieht und nachher wieder überwirft und das so ungefähr 5 Mal hintereinander. Kaum vorstellbar, dass Menschen früher nur ein Gewand hatten und das für Monate anbehielten .

Auf jeden Fall sind wir gut zurück und um eine Erfahrung reicher.

Die Arbeiten an der neuen Buhl-Portalseite sind während der Urlaubswoche nicht wirklich abgeschlossen worden - nicht weil das Team so langsam wäre, sondern weil es nicht möglich ist, die Startseite auf unserem Server auszutauschen. Hat man so etwas schon gehört. Man kann nicht einfach eine HTML-Seite austauschen. Wunder gibt es immer wieder .

Nachdem die Uni-Akquise für neues Personal irgendwie nicht erfolgreich war, habe ich mich gestern mal in einem Freelance-Portal umgetan. Auch da gabs bislang noch kein Feedback - wahrscheinlich sind alle Entwickler in Florenz und warten auf ihr Reisegepäck. Oder überlegen, wie man die Startseite eines Internetauftritts austauschen kann.

Na, wenigstens ist as Steuerwiki schon einmal umgebaut - ganz ohne Studis, Freelancer und IT-Abteilung, sondern einfach so zwischendurch, Chris Rock sei dank.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Uni cum laude

Unter der Überschrift Uni cum laude berichtet die Wiwo in Ausgabe 23 2008 über die deutsche Hochschlulandschaft auf ihrem Weg zu Praxisorientierung und Exzellenz. In diesem Zusammenhang ist es erstaunlich, was einem widerfährt, wenn man an deutschen Hochschulen - speziell in Informatikfakultäten - versucht, als Unternehmen Praktikumsplätze oder studentische Hilftskraftstellen anzubieten.

Eigentlich sollte man ja davon ausgehen, dass Unis und noch vielmehr FHs ein großes Eigeninteresse daran haben sollten, ihre Studis schon studienbegleitend an spätere Arbeitsgeber oder Investoren heranzuführen. Deshalb wundert es nicht, dass viele Einrichtungen mittlerweile ihre schwarzen Bretter ins Internet verlagert haben und dort auf Praktikums- oder Stellenbörsen Unternehmen die Möglichkeit bieten, Offerten einzustellen.

Ich habs gestern abend probiert. Auf der Suche nach Entwicklern, die in Projekten oder bezahlten Praktika mitarbeiten können. Also: Google anschmeißen und Hochschulen suchen. Das klappt prima. Dann bei einer der größten Einrichtungen des Landes die Jobbörse angewählt. Tatsächlich, man kann sich online als Unternehmen registrieren und Angebote einstellen.

Das Anmeldeformular ausgefüllt und den "Abschicken"-Knopf gesucht. Gibt's nicht. Dafür drei Radiobuttons "Testen", "Speichern", "Löschen" und einen Schalter "Bestätigen". Daneben ein Text, was zu tun ist. Ok, ich soll "speichern" und dann "bestätigen" und soll dann eine Email erhalten, in der ein Bestätigungslink enthalten ist, den ich dann anwähle.

Gemacht, getan, nur kommt keine Email. Ich schicke mir von einem Googleaccount schnell selbst eine - kann ja sein, dass mein Mailserver ein Problem hat. Hat er aber nicht. Eine Stunde später - Italien führt mittlerweile 1:0 gegen Frankreich - ist die Mail mit Link da. Ich klicke drauf und komme auf eine Webseite, auf der mein Angebot steht. Prima, ist ja jetzt alles erledigt. Oh nein, da steht ganz klein: "Achtung, diese Seite ist noch nicht online, sie müssen erst noch freigeben". Nochmal?

Unten wieder drei Radiobuttons, diesmal "testen" (warum?), "freigeben" und "löschen" und der "Bestätigungs-Knopf". Ich wähle "freigeben" und bestätige brav - und komme auf eine Seite mit einer Debugmeldung des Servers. Das war's.

Ok, vielleicht ist eine große Uni einfach noch zu sehr damit beschäftigt, andere Prozesse zu exzellenzieren. Also klicke ich eine regionale FH mit knapp 4.000 Studis an. Auch hier eine Jobbörse. Anmeldeprozess einigermaßen standardisiert - dann aber die Meldung, dass mein Angebot erst noch geprüft werden muss und ich die Bestätigungsemail erst in 48 Stunden erhalte. Ist ja auch besser so, könnte ja sein, dass ich die Jobbörse nutze, um Schmähschriften über die Exzelleninitiativen zu veröffentlichen.

Eine dritte Uni - die Jobbörse ist Teil eines kommerziellen Angebots eines privatwirtschaftlichen Unternehmens. Häh? Wenn ich eine Anzeige schalten will, geh ich zu Monster, Jobpilot oder sonstwo, aber ich will doch einer Uni die Möglichkeit geben, Ihren Studis Praxisjobs zu vermitteln...

Eine vierte Adresse: Hier gibt's gar keine Praktikumsbörse - nur viel Interessantes zur Geschichte und zum Nachtleben einer FH im sächsischen Flachland .

Nummer 5: Hier kann man nur Anzeigen als PDF oder WORD hochladen und nicht einfach eine Nachricht absetzen - also schnell meinen Text in Word kopiert und mit einem Logo versehen und hochgeladen - und dann die Meldung, die Veröffentlichung wird geprüft - das könne eine Woche dauern.

Nummer 6: Hier klappt's endlich mal so, wie man denkt, dass das im Internet läuft: Angebot online eingestellt, direkt veröffentlicht, mit Angaben zur Laufzeit des Angebots. Dafür aber als Teil eines Hochschulverbundes mit 10.000 Studenten, von denen nur 300 Informatiker sind. Eine Rubrizierung, die ermöglicht, dass ich die anderen 9.700 Studis nicht langweile, fehlt.

Mein Fazit: Auf dem Weg zum professionellen Partner der Wirtschaft - Modell USA - sind unsere deutschen Hochschulen noch so weit weg, wie die Telekom auf ihrem Weg, ein gutes Image zu haben.

Montag, 16. Juni 2008

There's no such thing as a bargain

Es ist wirklich interessant - selbst eine einfache Sache wie die Eröffnung eines Girokontos ist mittlerweile zu einer höchstkomplexen Aufgabe geworden. Galt es früher, einfach bei der nächstgelegenen Bankfiliale vorbeizuschauen und eine Unterschrift zu leisten, leidet man heute unter dem ständigen Druck, evtl. eine falsche Entscheidung zu treffen.

Es könnte ja sein, dass man ein zu teures Konto eröffnet - Gebührenfalle.
Oder man kommt nicht ausreichend an Bargeld - Automatenfalle.
Oder die Kreditkarte kostet zusätzlich - Premiumfalle.
Oder wir täglich verrechnet und mit horrenden Gebühren belastet - Kleingedrucktesfalle.

Früher wars einfach und teuer. Heute ist billig und kompliziert. Habt ihr schon mal versucht, die Recherchezeit für DAS Schnäppchen in Geld umzurechnen? Ich habe mich mit der Girokontothematik gut und gerne 4 Stunden beschäftigt. Bei einem kalkulatorischen Lohn von 200 Euro pro Stunde sind das 800 Euro. Dafür könnte ich gut und gern drei Jahre bei einer Bank sein, die Apothekenpreise hat. Wenn ich genauso lange für eine Tintenpatrone recherchieren würde, könnte ich mir glatt 10 neue Drucker kaufen.

There's no such thing as a free lunch.

Na was soll's. Jetzt bin ich Comdirect-Kunde und bekomme jeden Monat 1 Euro. Dafür dauern Überweisungen zwischen 2 und 3 Tagen. Und die Kreditkarte - die ich für alle Reisekosten, Tanken,Hotel, Flieger - einsetze, wird taggenau valutiert. Das heißt manchmal geht das Konto aufgrund dieser Verschiebung für 1, 2, 3 Tage ins Minus. Bin mal gespannt, wann ich die erste Soll-Zinsabrechnung bekomme und wie hoch die wird.

Habe sogar noch ein zweites Girokonto eröffnet - Citibank. Super-Geschichte, nur klappt's dann nicht mehr mit meiner Homebanking-Software.

Na, was soll's. Wir greifen das Thema jetzt redaktionell auf, um wenigstens ein bißchen über die Fallstricke und Details zu informieren. Denn kostenfrei ist nicht immer frei von Kosten.