Montag, 27. Mai 2013

Kabelnetze: 100 Mrd Dollar allein in den USA

Kabelumsätze in den USA
In den USA ist mehr als die Hälfte der Haushalte per Kabel an das Fernsehnetz und immer häufiger auch an Telefonie und Internet angeschlossen. Trotzdem gehen Marktforscher davon aus, dass das Kabel ein Auslaufmodell ist und kabellose Übertragung der Zukunft gehört.

In diesem Zusammenhang berichtet Derek Thompson von The Atlantic über den Status Quo der Kabelnetze in den USA. Und tatsächlich: Obwohl die Vertragszahlen rückläufig sind, gehen die Umsätze nach oben. Allein in den USA gehen so für die Infrastrukturnutzung rund 100 Mrd US-Dollar über den Tisch. 

Sonntag, 26. Mai 2013

Mobile Business ändert die Marktbedingungen fundamental

Slide auf B. Evans Präsentation, Quelle: Business Insider
Benedict Evans, Analyst bei Enders Analysis, hat eine sehr bemerkenswerte Präsentation für die BookExpo America vorbereitet, die vorab online anzuschauen ist . z.B. bei Business Insider.

Die Präsentation zeigt eindrucksvoll, mit welcher Macht die mobile Branche die Märkte fundamental beeinflusst. Vier Spieler dominieren mit ihren Ökosystemen den Markt und haben ehemalige Größen wie Microsoft, Sony, Nokia und Co. völlig ins Aus gestellt.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Infografiken im Marketing: 10 Praxistipps fürs SEO

Durch das Quasimonopol der Google-Suchmaschinen im deutschsprachigen Raum ist man in oft der Ansicht, Bilder sind schmückendes Beiwerk, während die Texte den eigentlichen Erfolgshebel für das Auffinden der Seite und damit auch die Views und Klicks zuständig ist.

Das dem nicht so ist, zeigt eine schöne Infografik von National Positions. Die Marketing-Agentur fand heraus, dass eine gut gemachte Infografik rund fünf Mal soviele Aktionen auslöst als ein traditioneller Text-Post. DIes liegt wahrscheinlich daran, dass eine Infografik sich schlicht und einfach besser eignet, um weiterverbreitet zu werden. Ein Bild sagt nicht nur mehr als tausend Wort. Es ist manchmal auch besser für virale Effekte im Internet.

Guide to infografik in your marketing campaign

(Quelle: http://www.nationalpositions.com)

So funktioniert Startup-Finanzierung

Eine Infografik, die zeigt, durch welche Finanzierungsstufen ein Startup läuft, bis es als mögliches Endziel einen Börsengang durchführt: Das zeigt auf einen Blick die folgende Grafik, die Anna Vital für fundersandfounders gefertigt hat. Dem ist nichts hinzuzufügen.

So verteilt sich der Kuchen über die Finanzierungsgeschichte, Quelle: fundersandfounders

Mittwoch, 15. Mai 2013

US-Buchhandel: 20% Umsatz mit E-Books

Die New York Times berichtet heute über den Buchmarkt in den USA. In 2012 setzten die Buchverlage in den USA insgesamt 15 Mrd USD um, eine Milliarde bzw. 7% mehr als in 2011. Das Wachstum kommt zu großen Teilen aus dem Geschäft mit E-Books, die rund 40% zulegten und jetzt 2,75 Mrd. USD Umsatz erzielten. Größtes Wachstumssegment ium E-Book-Geschäft: Kinderbücher, deren Umsatz sich mehr als verdoppelte auf jetzt $469.000.000.

Interessant auch die Zahl, wo Bücher gekauft werden. 2012 gingen Bücher im Wert von 7,5 Mrd. USD über den stationären Buchhandel (minus 7%), und Bücher im Wert von 6,9 Mrd. USD (plus 21%) über Onlineversender wie Amazon.

Dienstag, 14. Mai 2013

Nachrichten finden auf Smartphones und Tablets nicht statt

Eine aktuelle McKinsey Studie bringt ein spannendes Ergebnis: Obwohl Smartphones und Tablets in den USA einen Anteil von 16% an der täglichen Mediennutzung haben, sind sie im Bereich Nachrichten unterrepräsentiert. Der Großteil der US-Amerikaner informiert sich über das aktuelle Tagesgeschehen im Fernsehen (41%). Ebenfalls stark sind Zeitungen und Zeitschriften (35%) gefolgt vom Radio (16%). Aber: Nur 4% nutzen für Nachrichtenkonsum PCs und gar nur jeweils  2% Smartphones und Tablets.

Genrevergleich hinsichtlich der Nutzung verschiedener Medien (Quelle: McKinsey via Poynter)


Wie belastbar diese Daten sind, geht aus dem Bericht der journalistischen Hochschule Poynter nicht hervor. Auch lassen sich die Zahlen in dieser Form nicht mit anderen Ländern vergleichen. Allerdings ergibt sich eine spannende Fragestellung: Nämlich inwieweit die totgesagten Medien Zeitung, Zeitschrift, Radio und Fernsehen in verschiedenen Genres durchaus langfristig sehr gute Chancen haben (siehe die langen Hintergrundstücke bei der ZEIT und die nach wie vor guten Live-Einschaltquoten von Tagesschau und heute).

Mittwoch, 8. Mai 2013

Design-Wende bei Apple?

Apple gilt als Trendsetter bei Designs des digitalen Lifestyle. Bislang favorisierte Apple sogenannte Skeuomorphic Design, also die Anlehnung an die reale Welt und Emulation von Objekten. Buttons sind dreidimensional und mit Texturen belegt, es werden fotorealistische Grafiken einbebunden und passende Typo verwendet.

Nun munkelt man, dass Apples Designchef Jony Ive, der mittlerweile nicht nur für die Hardware, sondern auch für das GUI zuständig ist, einen radikalen Wechsel vornehmen will: Die neue Oberfläche soll deutlich reduzierter sein im sogenannten Flat Design.

Wer wissen will, wie Flat Design aussieht, kann ausgerechnet bei einem Dinosaurier der Branche schauen: Microsofts Windows Phone 8 nutzt durchgängig Flat Design.

Wer sich allein aus diesem Grunde doch kein Nokia mit Windows Phone kaufen will, kann sich folgende Grafik vom Webmagazin anschauen, die die Unterschiede zwischen Skeuomorphic Design und Flat Design schön gegenüberstellt.


"Apple vs. Microsoft – Flat Design vs. Skeuomorphic Webdesign" - Eine Infografik exklusiv präsentiert von WebMagazin.de.

Dienstag, 7. Mai 2013

Marketingplan: So einfach geht's!

Der kleinste Marketingplan der Welt (Quelle: Kelly Odell)
Ein Marketingplan ist für Unternehmen und speziell für Startups ein wesentlicher Werkzeug, um aus Ideen Erfolge zu machen. Der Marketingplan legt fest, mit was (Produkt) man zu welchen Preis zum Kunden kommt (Placement) und wie man den Kunden davon zuvor in Kenntnis setzt (Promotion).

Wenn man das nicht geklärt hat, setzt man im Marketing allein auf das Prinzip Hoffnung oder den Zufall. Das überzeugt werden Vorgesetzte noch Banken.

Warum scheitern so viele Unternehmen bei der Erstellung eines Marketingplans?

Kelly Odell hat dafür eine bestechend einfache Antwort: Weil sich Marketingmanager, Gründer und auch Studenten häufig eine Vorlage im Internet runterladen, auf dessen Basis sie dann einen Marketingplan befüllen wollen. Aber Templates - auch solche für einen Business Plan oder ein Design Manual - sind häufig sehr groß ausgelegt, damit sie den Anschein von Professionalität verkörpern. Je dicker ein Marketingplan (oder Business Plan oder Qualitätshandbuch oder Orgaandbuch...) desto kompetenter ist er wohl. Das ist natürlich absoluter Quatsch, weshalb Odell etwas sehr Praktisches gemacht hat, nämlich ein Raster entwickelt, wie man sehr überschaubar und mit einfachen Fragen alle relevanten Marketingfragestellung abträgt und damit den kürzesten, aber umso effektiveren Marketingplan erhält.

Klar, auch dieser Marketingplan ist nicht in einer Stunde ausgefüllt. Aber man steckt bei der Befüllung nicht so viel Zeit ins Schreiben und Gliedern, sondern ins Nachdenken, wie die Fragen richtig zu beantworten sind. Und diese Zeit ist produktive Zeit, denn sie führt dazu, dass der Marketingplan nicht eine dicke Bleiwüste wird, die keiner nutzt, sondern ein Werkzeug für das operative Tagesgeschäft wird.

Freitag, 3. Mai 2013

Erfolg in sozialen Netzen: Erst Inhalt, dann Rest

Wie kann man in sozialen Netzen - hier speziell im Kurznachrichtendienst Twitter - erfolgreich sein? Hutto, Yardi und Gilbert haben dazu eine Untersuchung über einen Zeitraum von 15 Monaten durchgeführt. Ziel: Welche Parameter steuern den Erfolg in sozialen Netzwerken gemessen an der Zahl der Personen, die einem folgen. Untersucht wurden dabei rund 500.000 Tweets von 507 Twitter-Nutzern.

Entscheidende Erkenntnis: Nicht die absolute Menge an Tweets, sondern die Inhalte sind entscheidend für die Generierung nativer Follower (also echter Menschen, die sich bewusst entscheiden, einem Twitter-Konto zu folgen, nicht gekaufte Fake-Follows). Und hier sind Inhalte mit Informationswert gemeint, nicht Inhalte, die über persönliche Tatsachen wie "ich bin gerade aufgestanden" berichten.

Die Studie kann kostenlos eingesehen werden: A Longitudinal Study of Follow Predictors on Twitter

Donnerstag, 2. Mai 2013

Facebook: 1,1 Milliarden Nutzer, aber Rückgang in den USA

Facebook-Nutzer Q1 2013 (Quelle: Allfacebook)
Auch im ersten Quartal 2013 legt Facebook weiter zu. David Cohen berichtet auf allfacebook über die aktuellen Zahlen. Wenigsten einmal im Monat auf Facebook waren demnach 1,1 Milliarden Menschen rund um den Globus. Damit hat Facebook innerhalb eines Jahres noch einmal 23% Plus hingelegt. Rund drei Viertel (751.000.000 monthly active users, MAU) gehen dabei auch mobil auf Facebook. Nur noch mit dem Smartphone im Social Network unterwegs sind rund 10% aller Nutzer (189.000.000). Täglich treffen sich auf Facebook 665 Millionen Menschen (DAU - daily active users).

Das sind wirklich beeindrucken Zahlen. Allerdings veröffentlicht jüngst das Marktforschungsinstitut Nielsen einen kleinen Wermutstropfen für Facebook: Im Heimatmarkt USA ist die Nutzung von Facebook rückläufig. Im  März 2013 ging die Zahl der Unique Visitors im Jahresvergleich um 11 Millionen Nutzer zurück. Ob dies ein erster Indikator für einen generellen Rückgang von Facebook als dem globalen Netzwerk ist oder nur eine zufällig Momentaufnahme, lässt sich noch nicht abschätzen.

CERN restauriert erste Webseite

Als Tim Berners-Lee die Grundprinzipien des World Wide Web entwickelte (dem, was wir heute simpel das Internet nennen), richtete er natürlich auch eine eigene Seite im WWW an. Die bekam die Adresse http://info.cern.ch Ein aktuelles Projekt am CERN beschäftigt sich derzeit damit, die allererste Version dieser Webseite wieder herzustellen. Damit entsteht quasi ein digitales Museum, das weltweit den Zugriff auf die Geburtsstunde des Internet ermöglicht.

Mehr Infos zum Projekt "Restoring the first website" gibt direkt beim CERN: http://first-website.web.cern.ch/