Dienstag, 25. November 2014

Selfie in 3D: Figuren aus dem 3D-Drucker

Figurenwerk stellt 3D-Figuren her. Einfach fotografieren lassen.
Wenig später hält man eine Statue der eigenen Person in Händen.
Selfie hat es nicht ganz zum Jugendwort des Jahres 2014 geschafft.Trotzdem liegt es voll im Trend, sich selbst als liebstes Motiv zu verewigen. Noch einen Draufsetzen kann man, wenn man den Selfie nicht nur als Foto macht, sondern sich selbst als dreidimensionale Figur produziert. Sich selbst als Statue - das ist großes Kino, und nebenbei auch ein geniales Geschenk für Freunde und Familie.

Wie man sich sein eigenes, gut 20cm großes Denkmal setzt, zeigt ein aktueller Bericht bei Spiegel-Online. Das Team war vor Ort in Berlin (Aufbauhaus, Planet Modulor am Moritzplatz in Kreuzberg). Gedreht wurde in den Räumlichkeiten von Figurenwerk, einem Spezialisten für die Herstellung von 3D-Figuren.

Aus Basis der Scan-Technologie von Botspot schießen 65 Kameras zeitgleich ein Foto und fangen Mensch oder Haustier von allen Perspektiven ein. Dann geht's los: Aus den Fotos wird ein großes dreidimensionales Objekt berechnet. 3D-Artists kümmern sich um den Feinschliff, so dass das Ergebnis wirklich gut aussieht.

Die fertige Objektdatei wird an einen 3D-Drucker geschickt, der dann Schicht für Schicht - man nennt das additive Fertigung - die Figur aufbaut.

Freitag, 21. November 2014

BiTS zu Gast bei Maybrit Illner

Wie wird eine politische Talkshow geplant?
Studierende der BiTS blickten bei Maybrit Illner (ZDF) hinter die Kulissen.
Im Fach TV-Produktionsmanagement besuchten gestern Abend acht Studierende der Business and Information Technology School (BiTS) die politische Talkshow Livesendung Maybrit Illner, die live im ZDF ausgestrahlt wird.

Die Exkursion unter fachlicher Leitung von Carsten Meyer ist zweiteilig angelehnt. Nach dem Besuch der Livesendung gestern, ist die Studierendengruppe heute zu Gast in der Redaktion und nimmt an der Nachbesprechung teil.

So lernen die Studierenden aus erster Hand, wie Profis eine TV-Sendung vorbereiten und vor allem, wie sie die Ergebnisse bewerten. Gestern Abend war bei Maybrit Illner „Putins Machthunger“ das Thema. An der Diskussion nahmen u.a. Polit-Urgestein Egon Bahr (Architekt der in den 1970er Jahren geschlossenen Ostverträge) und Kanzleramtsminister Peter Altmaier teil.

Maybrit Illner ist eine wöchentliche politsche Talkshow, die – zunächst unter dem Namen Berlin Mitte – seit 1999 ausgestrahlt wird. Maybrit Illner zählt damit zu den bekanntesten Moderatoren-Marken in der Senderfamilie des ZDF.  

Die Business Information and Technology School (BiTS) ist eine deutsche Tochter der Laureate International Universities. Unter deer Ehrenkanzlerschaft von Bill Clinton ist Laureate International Universities mit über 900.000 Studierenden in dreißig Ländern der größte Anbieter von Hochschulausbildungen weltweit.

Im Fachbereich Medien bietet die BiTS am Berliner Campus zwei Studiengänge an: Journalismus und Unternehmenskommunikation (B.A.) sowie Kommunikations- und Medienmanagement (B.Sc.). An der BiTS sind bundesweit an drei Standorten rund 1.300 Studierende eingeschrieben.

Donnerstag, 13. November 2014

Die BiTS zu Gast bei Europas führender Content Marketing Agentur

Auswahl von Objekten von KircherBurkhardt
Studierende der BiTS Hochschule in Berlin besuchten heute
KircherBurkhardt, die führende Content Marketing Agentur Europas.
Die Gunst der Stunde: Der Wahlpflichtfach-Kurs Online (5. Semester) war heute zu Besuch bei C3, Europas größter Content Marketing Agentur. Und dass, wo es C3 noch nichtmals gibt. Derzeit fusionieren KircherBurkhardt, BurdaCreative und wunder media gerade zu C3. Mit einem Umsatz (2014) von 59 Mio. Euro und 400 Mitarbeitern wird C3 die bei weitem Abstand führende Agentur für die Produktion redaktioneller Inhalte.

Unter Leitung von Fachdozentin Silke Ewald besuchten die Studierenden des 5. Semesters der Studiengänge Communication & Media Management (CMM) und Journalism & Business Communication (JBC) der BiTS Hochschule die Zentrale von KircherBurkhardt direkt gegenüber des Berliner Doms.

Tom Levine begrüsste Studierende der BiTS
und Fachdozentin Silke Ewald bei KircherBurkhart
Gastgeber der BiTS war Tom Levine, seines Zeichens Chefredakteur bei KircherBurkhardt. Levine erklärte den BiTS-Studierenden praxisnah, warum heute Content Marketing, Native Advertising und Corporate Publishing klassische Werbung und schlichte Produkt-PR schlagen. Das Motto von KircherBurkhardt/C3 bringt es präzise auf den Punkt: "Content is the start of every meaningful conversation".

Während Werbung üblicherweise die Nutzungssituation des Zuschauers oder Lesers unterbricht, basiert Content Marketing auf der Idee, relevante Inhalte zu schaffen, die von den Zielgruppen aktiv gesucht und genutzt werden. Damit das gelingt, muss sich Content Marketing an journalistischer Profession orientieren. 

Eine sehr gelungene Auseinandersetzung über Content Marketing und Journalismus hat Tom Levine jüngst in seinem Blogbeitrag "Die fünf journalistischen Weisheiten des Content Marketing" veröffentlicht. Demnach sind es fünf journalistische Regeln, die für die Erstellung attraktiver Inhalte auch im Content Marketing zu berücksichtigen sind:

1. Interessiere Dein Publikum
2. Halte Distanz
3. Bleib glaubwürdig
4. Verpflichte Dich der Geschichte
5. Achte Deine Sprache

KircherBurkhardt wurde 1999 gegründet und war zunächst auf den Bereich Bereich Design fokussiert. Unter der Federführung von Lukas Kircher wurde so z.B. die Titel von Frankfurt Allgemeiner Sonntagszeitung (FAS), dem Berliner Tagesspiegel und der Welt am Sonntag aufgefrischt. 2002 erweiterte die Agentur ihr Portfolio und bietet seitdem auch redaktionelle Leistungen, die mittlerweile das Kerngeschäft ausmachen.

Im neu fusionierten Unternehmen C3 sind über hundert Journalisten tätig, die u.a. für Kunden wie die Deutsche Bahn, Bosch, die Bundeswehr, Volkswagen und die Sparkassen arbeiten. 

Mittwoch, 27. August 2014

Anzeigenerlöse der Tageszeitungen in den USA auf Niveau von 1950

Anzeigenerlöse in den USA bewegen sich heute
auf dem Niveau von 1950 (Quelle: Mark J. Perry)
Schon zwei Jahre alt ist dieser Blogbeitrag von Professor Mark J. Perry von der Universität Michigan: Unter der Überschrift Free Fall zeigt er die Entwicklung der Aneigneerlöse der Tageszeitungen in den USA auf. Von knapp 20 Milliarden US-Doller 1950 entwickelten sich die Anzeigenerlöse bis auf 63 Milliarden US-Dollar im Jahr 2000. In den folgenden zwölf Jahren aber gingen die Anzeigenerlöse dramatisch zurück und pendelten sich 2012 wieder auf dem Niveau von 1950 ein. Die ökonnomische Lehre, die man daraus ziehen kann: Der Tageszeitungsmarkt ist "another one of those huge Schumpeterian gales of creative destruction".
https://www.axios.com/2022/06/21/digital-newspaper-ad-revenue-print

Dienstag, 19. August 2014

Als Rauchen noch schick war: Zigarettenwerbung von anno tobak

Zigarettenwerbung mit Testimonials aus dem Spitzensport
(Quelle: FastCoCreate)
Eine wunderschöne Sammlung alter Motive von Zigarettenwerbung in den USA. Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die öffentliche Meinung zum Thema Rauchen in den letzten Jahrzehnten geändert hat. Machten früher Sportstars, Schauspieler und Entertainer sowie Sänger und Sängerinnen Werbung für das Rauchen, würde die Tabakindustrie diese Art von Testimonial wohl nicht mehr besetzen können.

Freitag, 20. Juni 2014

Die Tageszeitung ist tot. Es lebe der Journalismus.

Dass Tageszeitungen in einer Krise stecken, ist keine Neuigkeit. Aber Krisen, so die Hoffnung, gehen wieder vorbei und bieten ja immer auch Chancen. Also Augen zu und durch. Schließlich wurden auch schon das Kino, das Radio oder das Buch tot gesagt und erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Dennoch stellt sich für Studierenden in den Fächern Medienmanagement und Journalismus tatsächlich die Frage, ob eine Karriere in einer Tageszeitung eine Karriereoption darstellt. 

Erstausgabe der Neuen Zürcher Zeitung von 1780:
Die Tageszeitung ist ein altes Medium ohne Zukunft
In verschiedenen Diskussionsrunden innerhalb und außerhalb des Curriculums habe ich diese Frage mit Studierenden besprochen. Daraus ergab sich eine vierteilige Argumentation, die ich in diesem kurzem Beitrag zusammengefasst habe.

Strukturell ist die Situation für Tageszeitungen aus verschiedenen Gründen nicht mit anderen „alten Medien“ wie Büchern, Radio und Kino zu vergleichen. Man kann m.E. mit guten Argumenten begründen, dass es die Tageszeitung – also ein gedrucktes Medium mit tagesaktuellen Nachrichten – in einigen Jahren nicht mehr geben wird.

 1. Nachrichten sind öffentlich

Schauen wir uns zunächst den Inhalt einer Tageszeitung an. Er unterscheidet sich wesentlich von den Inhalten, die wir in anderen Mediengattungen kennen: Bücher, Filme, Videospiele und selbst Events wie Sportveranstaltungen oder Musikkonzerte sind Artefakte, also von Menschen gemachte Produkte mit spezifischen Eigenschaften, die das Artefakt vom „natürlichen Lauf der Dinge“ abheben. 

Nachrichten dagegen sind Ereignisse. Jedes Ereignis kann zu einer Nachricht werden, wenn das Ereignis öffentlich thematisiert wird. Nachrichten sind im Unterschied zu Artefakten nicht darauf angelegt, selbst als Produkt wahrgenommen zu werden und dadurch einen eigenen Wert zu entwickeln. Dies führt dazu, dass eine Nachricht – wenn überhaupt – nur temporär exklusiv sein kann. Sobald ein Ereignis als Nachricht behandelt wird, ist die Information über dieses Ereignis quasi ein öffentliches Gut.

In diesem Kontext darf es einen nicht wundern, dass es selbst Europas führende Tageszeitung – die BILD – nicht schafft, die Nutzer der digitalen Angebote mit „exklusiven“ Nachrichten an ein kostenpflichtiges Premiumprodukt zu binden, sondern für die Vermarktung der BILD-Plus Angebote eigens für einen nicht näher bezifferten Betrag Übertragungsrechte an der Bundesliga einkaufen musste. Artefakte sind ökonomisch attraktiv, weil ihr Zugang limitiert ist. Nachrichten sind ökonomisch unattraktiv, weil sie per definitionem öffentlich sind. 

2. What business are we really in?

Wenn die Nachrichten selbst nicht das Produkt sind, stellt sich die Frage: Was verkauft eine Tageszeitung eigentlich? Schauen wir uns die Wertschöpfungskette einer Tageszeitung an, können wir grob vier Bereiche unterscheiden, die ein Verlag bearbeiten muss, um eine Tageszeitung zu produzieren: Man braucht die Inhalte (die in der Regel von außen durch Agenturen, PR-Mitteilungen bzw. Einladungen zu Presseterminen etc. angeliefert werden und dann durch einen Autor – news gatherer – in Form gebracht werden). Man muss die Inhalte arrangieren also festlegen, welche Inhalte in welcher Form und mit welcher Priorität veröffentlicht werden (was der Redakteur als news processor übernimmt). Man muss das entsprechend arrangierte „Masterprodukt“ vervielfältigen. Und man muss die vervielfältigten Exemplare verteilen.

Die generische Wertschöpfungskette von Medienunternehmen im Nachrichtengeschäft
Druck und Verbreitung der Tageszeitung sind sicherlich Aktivitäten, die tatsächlich Zahlungsbereitschaft bei Lesern erzeugen. Wenn man gewöhnt ist, zum Frühstück Zeitung zu lesen, will man eine Zeitung haben, unabhängig von ihrem konkreten Inhalt. Wenn man gewöhnt ist, im Zug eine Zeitung zu lesen, will man eine Zeitung haben – egal was drin steht. Ist das Zeitunglesen derart habitualisiert, ist der Akt des Zeitungslesens wichtig und nicht eine wie auch immer geartete inhaltliche Dimension (gerne auch zur redaktionellen Kompetenz und verlegerischen Leitlinie des Anbieters euphemisiert). Aus dieser Perspektive kann man einfach nachvollziehen, warum Kostensenkung und Gewinnabschöpfung naheliegende Strategieoptionen für Verlagshäuser sind.

Doch alle Beteiligten müssen sich bewusst sein, dass Habitualisierung nur so lange als Verkaufsargument trägt, wie es genügend Menschen gibt, die dieses Verhalten teilen. So wie im Fernsehen die Strukturierung des Tages durch den Programmablauf mehr und mehr wegfällt, weil Zuschauer Inhalte nach Bedarf, so ändern sich auch die Rituale beim Frühstück, wie man in Hotels beobachten kann. Frühstücksfernsehen und noch mehr mobile Computer – Smartphone, Phablet oder Tablet – lösen hier die Tageszeitung ab. Ähnliches kennen wir von gedruckten Telefonbüchern, deren Relevanz sich zügig gegen Null nähert. Massive Nutzung von nicht gelisteten Mobilfunknummern, das Adressbuch im Telefon und die Internetrecherche haben die Habitualisierung des Blicks in die Gelben Seiten überflüssig gemacht, daran ändern auch die nach wie vor hohen Druckauflagen der Verzeichnismedien nichts.

Meine These: Derzeit trägt die Habitualisierung die noch möglichen Auflagenzahlen, weil es genügend Menschen gibt, die gerne blättern, die sich hinter der Zeitung verstecken oder für die das Zeitunglesen ein lieb gewordenes Ritual ist. Dass jemand sich bewusst aus inhaltlichen Gründen für eine Tageszeitung entscheidet, weil er hier Informationen vom Vortag bekommt, erscheint dagegen wenig plausibel.

Wie also kann eine Tageszeitung heute die Gretchenfrage im Marketing beantworten, nämlich das von Theodore Levitt in seinem wegweisenden Artikel „Marketing Myopia“ aufgeworfene Problem zu bestimmen, in welchem Geschäft man eigentlich unterwegs ist: Die Kunden zahlen heute für eine Tageszeitung, weil sie es gewohnt sind, eine Tageszeitung in den Händen zu halten. Dies ist ein sehr starker Nutzen für die Menschen, die das Lesen einer Tageszeitung fest in ihren Tagesablauf integriert haben. Dies ist ein sehr schwacher Nutzen, um neue Kunden zu gewinnen.

Was passieren kann, wenn der Datenträger bzw. die technologische Infrastruktur, um Inhalte zu transportieren, das einzige Nutzenargument ist, sieht man gut an historischen Beispielen: Von der Nutzung von Steintafeln als Textmedium, der Musikkassette als Audiomedium oder dem VHS-Band als Videomedium.
 

3. Der Umgang mit Komplexität: Kanonisierung vs Selbstorganisation

Schauen wir nun auf den vierten Block der Wertschöpfungskette, das Arrangement verschiedener Nachrichten zu einem Produkt. Die dargelegte Ausgangsüberlegung noch einmal zusammengefasst: Eine Nachricht ist ein öffentlich behandeltes Ereignis und hat als solches keinen eigenen Wert, sondern erhält diesen Wert nur in der öffentlichen Behandlung – also in der Nutzung der Nachricht als Thema für Anschlusskommunikation z.B. in einem Gespräch oder in einer Replik. Dann entsteht der Wert für den Kunden beim Erwerb einer Tageszeitung im Kern ausschließlich durch die Auswahl, Bewertung (Priorisierung) und Präsentation der Nachrichten. Die Redaktion wählt für den Leser aus, was heute (bzw. eigentlich gestern!) relevant war und gewichtet diese Themen untereinander.

Diese Aufgabe hat durchaus eine Berechtigung, dient sie doch als Filter und lenkt den Blick auf das Wesentliche. Allerdings scheint diese Filterfunktion signifikant an Bedeutung zu verlieren, weil sich die Bedeutung „des Wesentlichen“ ändert. Wesentlich ist für uns das, über das wir mit anderen sprechen können und wollen. Hier spielt sich der entscheidende Wechsel ab und zwar in der Spannung zwischen Inhalt und Infrastruktur.

Infrastruktur und Inhaltsproduktion liegen
bei der Tageszeitung in einer Hand:
(Bild by Daniel R. Blume from Orange County, California, USA
(A stack of newspapers) [CC-BY-SA-2.0
(http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)],
via Wikimedia Commons

Im 20. Jahrhundert waren Infrastruktur (als z.B. die Nutzung einer Rundfunkfrequenz oder der Betrieb einer Druckerpresse) und Inhalt (die Themen) in einer Hand. Wer Zugriff auf die (limitierte) Infrastruktur hatte, kontrollierte zugleich die Themen, die über die Infrastruktur verbreitet wurden. In der Netzwerkökonomie des 21. Jahrhunderts trennen sich Infrastruktur und Inhalte immer weiter auf. Ereignisse können im Prinzip von jedermann öffentlich zu Nachrichten gemacht werden und finden Eingang in dieselbe leistungsfähige Infrastruktur, wie sie die Nachrichten der professionellen Nachrichtenunternehmen nutzen.

Das führt neben vielen anderen, vielfach beschriebenen Phänomenen auch dazu, dass sich der Umgang mit Komplexität ändert. Eigentlich müsste man unterstellen, dass der Bedarf für Filtersysteme mit der Steigerung des Angebots an Inhalten steigt. Aber das genaue Gegenteil ist der Fall: Je mehr Angebot es gibt, desto schwächer werden die Filtersystem und umso weniger werden sie genutzt.

Als es nur drei Fernsehprogramme gab, wurden Fernsehzeitschriften – die Auflistung des täglichen Programms – groß. Je mehr Programme, desto unübersichtlicher das Listing. Heute empfangen die meisten Haushalte ihr Programm digital und erhalten dabei Zugriff auf eine dreistellige Anzahl von Sendern, plus weiterer VOD-Angebote, Pay-TV etc. Die Folge: TV-Zeitschriften sind wenig hilfreich und immer mehr Zuschauer verlassen sich auf zwei simple Alternative: Zapping und einen On-Screen-EPG, der Informationen zu „now playing“ und „next“ vorhält (entweder im TV oder als Second Screen auf dem Smartphone oder Tablet).

Ein anderes Beispiel: Bei der ersten Verbreitungsphase des World Wide Web in den 1990er Jahren wurden zur Orientierung über das wachsende Angebot Katalogsysteme wie Yahoo groß. Das Web in Rubriken einzuteilen, galt als der große Wurf, Suchmaschinen wie Altavista dagegen spielten sich eher in der Tekkie-Nische ab. Doch je größer das Angebot, umso weniger leistungsfähig die Kataloge. Das war der Start für eine neue Methode, das Web zu nutzen: Man begann zu googlen.

Zapping, Now-Playing Informationen und Googling unterscheiden sich offensichtlich voneinander, sind vom Muster her aber sehr ähnlich: Je mehr Angebot, desto weniger Struktur ist nötig, weil man davon ausgeht, dass die wirklich wichtigen Nachrichten einen ohnehin erreichen. Wie kommt man zu dieser Unterstellung: Weil die Nachrichten Themen der Kommunikation unter Kollegen, in der Familie, zwischen Freunden, im Small Talk mit Zufallsbekanntschaften etc. sind. Je größer das Angebot an Nachrichten, desto unwichtiger ist es, einen festen, quasi amtlichen Kanon an Nachrichten des Tages zu haben.

Dies öffnet direkt die nächste Perspektive: Wie bewertet der Einzelne den Stellenwert einer Nachricht? Durch den Grad der persönlichen Betroffenheit. Dieser unterscheidet sich zwischen den Menschen sehr stark. Wenn es einen Trauerfall in der eigenen Familie gibt, ist man selbst sehr betroffen, die meisten anderen Einwohner Deutschlands aber nicht. Wenn das Unternehmen, für das man arbeitet, insolvent wird, ist man sehr betroffen, die meisten anderen aber nicht. Wenn im Ort, in dem man wohnt, eine schwere Infektionskrankheit umgeht, ist man sehr betroffen, der Rest der Menschheit weniger.

Wie können wir persönliche Betroffenheit messbar oder zumindest transparent machen? Eine Möglichkeit ist es, die Themen zu analysieren, über die Menschen sprechen und das kann man sehr gut in sozialen Netzwerken verfolgen. Es sind ungleich mehr Menschen persönlich vom Schicksal einer kleinen Katze in einem engen Glasbehälter betroffen, als von Entscheidungen des Europarats, die Milliarden kosten und mit einem Federstrich die Weichen für die nächste Generation stellen. Persönliche Betroffenheit äußert sich in der Intensität, mit der man über Nachrichtenthemen mit anderen Menschen kommuniziert.
Wir haben es also mit zwei Phänomenen zu tun, die das über rund hundert Jahre verbreitete Modell der Nachrichtenkanonisierung aushebelt:
  • Der geänderte Umgang mit einer gestiegenen Angebotslage: Man lässt sich Informationen nicht filtern, sondern setzt sich den Informationsreizen aus und selektiert sekundenschnell, was für einen persönlich jetzt in der Situation interessant ist.
  • Die persönliche Bewertung der Relevanz einer Nachricht wird selbst Bestandteil der Nachricht und dient als Indikation für andere.
Beide Aspekte stehen im kompletten Widerspruch zum Anspruch der Tageszeitung, für ihre Leser die Ereignisse der Welt zu filtern und zu gewichten. Die Tageszeitung verliert aufgrund geänderter Umweltbedingungen das Kernelement ihrer Wertschöpfung. Die Funktion, die Komplexität der Umwelt durch einen Auswahlprozess zu reduzieren, steht im Wiederspruch zu einer zentralen Komponente gesellschaftlicher Entwicklung: dass nämlich Selbstorganisation erfolgreicher im Umgang mit Komplexität ist, als jegliche Organisation von außen.

Dieses Argument steht im engen Kontext zu dem als wisdom of crowds bezeichneten Effekt, dass bei relevanten Entscheidungen über eine unsichere Situation der gemittelte Durchschnitt vieler Einzelurteile zu einem leistungsfähigeren Ergebnis führt als das einzelne Urteil eines Experten. Die Masse ist nicht schlauer als der ausgebildete Redakteur was das einzelne Thema angeht. Die Masse ist aber definitiv schlauer als die geballte Redaktionskompetenz aller Tageszeitungen zusammen was das zentrale Thema angeht, nämlich welche Nachrichten sich eignen, um darüber zu sprechen und dadurch ein beliebiges Ereignis zu einem öffentlich besprochenen Ereignis – einer Nachricht – zu machen. 

4. Das Geschäftsmodell der Tageszeitung

Richten wir schließlich den Blick auf die Erlössituation. Ursprünglich war das Geschäftsmodell der Tageszeitung auf den Verkauf des Produkts ausgelegt. Der Vertrieb der Tageszeitung erlöste das Geld, um Profitwunsch der Verleger und Kosten der Produktion zu decken. Je mehr die Tageszeitung ab dem späten 19. Jahrhundert zu einem Massenprodukt wurde, desto attraktiver wurde es für Unternehmen (und auch Privatleute), in Tageszeitungen zu annoncieren. Neben die Vertriebserlöse (die die Tageszeitung bereits finanzierten) traten quasi als windfall profits die Werbeerlöse. Es begann die goldene Ära der Verlage.

Lange galt in Deutschland für Zeitungsmanager die grobe Rechnung: Ein Drittel der Erlöse kommen aus dem Verkauf, zwei Drittel aus der Werbung. Vom so erzielten Umsatz blieb üblicherweise ein zweistelliger Satz– zwischen 15% und 25% sind branchenüblich – als Gewinn im Verlag.

Die Vertriebserlöse sinken parallel zu den fallenden Auflagen der Tageszeitungen, die sich seit dem Höhepunkt 1989 (BRD und DDR zusammen) von 27,3 Millionen Tagesauflage um fast 40% reduziert haben. Schlimmer aber wiegt, dass die Werbeerlöse massiv wegbrechen und sich mittlerweile vielfach von der früheren 2:1-Relation auf ein Fifty-Fifty eingependelt haben und das dürfte mitnichten das Ende der Fahnenstange sein, denn immer noch – so meine These – sind gedruckte Werbeträger deutlich überteuert.

Dazu eine ganz einfache, praktische Rechnung: Schauen wir uns die tägliche Nutzungszeit von Zeitungen an, liegen wir 2013 bei einem durchschnittlichen Wert von 23 Minuten. Elektronische Medien werde deutlich mehr genutzt: Fernsehen gute vier Stunden, Radio 191 Minuten und das Internet 108 Minuten. In anderen Worten: Zeitungen haben einen Anteil am Zeitbudget der Mediennutzung von rund 4%.

Auf der Erlösseite ist dieses Bild auf den Kopf gestellt. Tageszeitungen (inkl. Anzeigenblätter, Wochenzeitungen und Supplements) haben 2013 in Deutschland laut ZAW Nettowerbeeinnahmen von 5,116 Milliarden Euro erlöst und liegen damit nach wie vor an der Spitze der Werbeträger. Sie erzielen über 38% am gesamten Werbekuchen. Und selbst wenn man wirklich nur die ausgewiesenen Tageszeitungen (also ohne Wochenzeitungen und Anzeigenblätter) nimmt, liegt der Umsatzanteil im Werbemarkt in den klassischen Werbeträgern bei 26,45%.

Dieses Verhältnis – 4% der Aufmerksamkeit und weit über 25% der Erlöse – lässt sich faktisch nur mit der Exklusivität der Tageszeitung in der Region erklären. Und der löst sich im Internet durch lokale Suchen und location based services auf. Dass die Tageszeitung heute noch lebt, verdankt sie alleine der Latenz ihrer regionalen Kunden und – bei den wenigen überregionalen Titeln – dem obsoleten Argument, man würde die Tageszeitung deutlich intensiver nutzen als andere Werbeträger und daher hier eine höhere Wirkung erzielen.

Das Umsatz-Zeit-Verhältnis (UZV) gibt an, wie teuer ein Werbeträge ist. Tageszeitungen sind rund zehn Mal teurer,
als der Wert der Aufmerksamkeitsleistung die sie für die Werbekunden erbringen.
Das Umsatz-Zeit-Verhältnis (realisierter Umsatz in Relation zur erreichten Aufmerksamkeit) liegt bei der Tageszeitung bei knapp 10, bei Zeitschriften sogar noch höher. Der Markt bewertet die Zeitung als Werbeträger also zehn Mal so hoch als das Fernsehen oder das Internet. Rational gesehen müsste eine Zeitungsanzeige also einen zehn Mal höheren Ergebnisbeitrag liefern als eine Internetanzeige, wenn identische Budgets eingesetzt werden. Das tut sie natürlich nicht (man könnte mit guten Argumenten sogar erläutern, warum eine Zeitungsanzeige immer schlechtere Ergebnisse liefern müsste als eine Suchmaschinenkampagne oder der Eintrag in spezialisierten Verticals).

Man kann ohne großen Pessimismus erwarten, dass sich die Werbeerlöse der Tageszeitungen in den nächsten Jahren weiter drastisch reduzieren werden. Dies führt mit planbarer Konsequenz zu Kostensenkungen, die im Wesentlichen auf Seiten der Redaktionen erbracht werden müssen, weil Produktion und Distribution auf Stückkostenbasis bei sinkenden Auflagen eher steigen werden. Das führt zu einer reduzierten Qualität des Produkts, was wiederum den Rückgang der Auflagen beschleunigt. Ein klassisches Beispiel für einen vicious circle: einen positiven Feedback-Prozess mit negativen Folgen.

Alle vier Bereiche – die Natur der Nachricht als öffentliches Gut, die Nutzungsmotivation der Kunden auf Basis von Habitualisierung, der Umgang mit gestiegener Komplexität und der dadurch entstehende Bedarf neuer Organisationsformen und das Erlösmodell der Tageszeitung – legen nahe, dass die Tageszeitung tatsächlich vom Markt verschwinden wird – so wie die Musikkassette, die Fotografie auf Filmrolle, das VHS-Videoband oder die Wochenschau im Kino. Tageszeitungen sind anders als Bücher und selbst Zeitschriften, die sich über Autorenschaft (Artefakte) abgrenzen. Tageszeitungen sind Träger aktueller Nachrichten. Tageszeitungen sind heute aber nicht mehr aktuell und sie sind hinsichtlich der Menge von Nachrichten limitiert. Bücher, auch Zeitschriften, wird es wohl wie Vinyl-Schallplatten und Brettspiele auch in vielen Jahren noch geben. Tageszeitungen sicherlich nicht mehr.

5. The Dawn of a New Era of Journaslism

Damit – ein letzter Satz – ist natürlich nicht gemeint, dass es keinen Bedarf mehr an aktuellen Nachrichten und damit an Journalismus gäbe. Dieser Bedarf dürfte aus oben genannten Gründen sogar deutlich steigen. Doch der Journalismus muss sich hinsichtlich seiner ökonomischen Bedingungen neu erfinden. Und so wie sich die Verlage bisher im Web 1.0 (Verlust der lukrativen Rubrikenmärkte) und Web 2.0 (Verlust der lokalen Alleinstellung durch aktive Einbindung der Leser und Personalisierung) verhalten haben, liegt es nahe, dass diese Schumpetersche Zerstörung der Tageszeitung nicht durch die Tageszeitungsverlage vorangetrieben wird. Wir werden uns in den nächsten Jahren sicherlich von vielen großen Namen der Verlagsbranche verabschieden können.

Wer werden die Gewinner dieser Entwicklung sein? Wie lassen sich neue journalistische Geschäftsmodelle entwickeln? Wie kann man mit Nachrichten auch in Zukunft Geld verdienen? Das sind Fragen, die man – da sie sich auf die Zukunft beziehen – nicht mit Sicherheit oder zumindest einiger Prognosevalidität beantworten kann. Eines jedoch ist klar: Die ökonomischen Herausforderungen lassen sich durch verschärfte Regulierung – Stichtwort: Leistungsschutzrecht für Presseverleger – definitiv weder lösen noch heraus zögern, sondern beschleunigen eher die Abwärtsspirale.

Das Ende der Tageszeitung ist bedauerlich für die Jobs, die dadurch verloren gehen. Das Ende der Tageszeitung ist aber nicht das Ende des Journalismus und schon gar nicht der Untergang des Abendlandes, wie es eifrige Verleger im Berliner und Brüsseler Lobbybetrieb gerne darstellen. Das Ende der Tageszeitung wird wahrscheinlich eher der Beginn einer neuen Ära des Journalismus markieren, der sich besser – in allen Dimensionen dieses Wortes verstanden– auf die Erfordernisse der Zeit einstellt. Die Tageszeitung ist tot, es lebe der Journalismus.

Dienstag, 27. Mai 2014

Günther Jauch: Journalisten sind keine Erlöser, sondern Erklärer

Studenten der BiTS informieren sich bei Jauch vor Ort über das Format Polit-Talkshow


Jauch, Schäuble, di Lorenzo: Gäste der Jauch-Talkshow zur
Europawahl, zu der Studierende der BiTS im
Fach Journalismus eingeladen waren
Studierende des Fachs Journalistik und Unternehmenskommunikation am Berliner Campus der BiTS konnten die journalistische Aufbereitung der Europawahl 2014 live in der Polit-Talkshow Jauch verfolgen. Auf Einladung der Jauch-Redaktion war das Seminar "Journalistische Darstellungsformen im TV" unter Leitung von Fachdozent Carsten Meyer zu Gast im Berliner Gasometer.

Zunächst gab es eine Führung durch Technik und Redaktion. Pünktlich nach dem Tatort übernahm Günther Jauch das Ruder und ging on air. Thema des Abends: Die Europawahl 2014. Die Jauch-Redaktion hatte Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seinen Vorgänger Peer Steinbrück (SPD) eingeladen. Ebenfalls dabei: die Schriftstellerin Juli Zeh (Adler und Engel) und der Deutsch-Italiener Giovanni di Lorenzo, seines Zeichens Chefredakteur der ZEIT und Mitherausgeber des Berliner Tagesspiegels.

Di Lorenzo lieferte denn auch unfreiwillig die Nachricht des Abends: Er berichtete von seinen Wahlen. Ja, genau, Plural. Di Lorenzo wählte auf der italienischen Botschaft, da er einen italienischen Pass hat. Und er wählte in seinem heimischen Wahlbezirk in Hamburg, da er auch einen deutschen Pass hat. Doppelte Staatsbürgerschaft bringt also doppeltes Stimmengewicht bei einer Wahl?

Minister Schäuble rollte verwundert mit den Augen und auch Medienprofi Jauch war sichtlich überrascht. So geht es zu bei Live-Sendungen. Eigentlich sollte die Jauch-Sendung das Thema Europawahl behandeln. Dann aber setzte die Sendung selbst ein Thema, das zu Wochenbeginn Eingang in alle großen deutschen Nachrichtenangebote fand und schließlich auch zu einer Strafanzeige und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen di Lorenzo führte. Der Lerneffekt für die angehenden Journalisten von der BiTS Hochschule war groß. So funktioniert das Nachrichtengeschäft. Das sind Erfahrungen aus erster Hand, die in einer Vorlesung kaum vermittelt werden können. 

Gruppenbild mit Moderator: BiTS Studierende
zusammen mit Günther Jauch, Dozent Carsten Meyer
und Studiengangsleiter Prof. Dr. Becker beim Get Together
Nach der Sendung konnten die BiTS-Studierenden am exklusiven Get Together teilnehmen. Zusammen mit einem entspannten Günther Jauch diskutierten die Nachwuchs-Journos und Fachdozent Carsten Meyer. Neben Details zur Sendevorbereitung des "politischen Hochamts" am Sonntagabend gab Jauch dabei auch einen wichtigen Tipp: Journalisten würden von der Öffentlichkeit oft als Erlöser verstanden, die am Ende eines Beitrags oder einer Sendung eine klare Marschroute für das eigene Verhalten vorgeben sollten. Das sei Quatsch. Ein Journalist könne nur helfen, die Faktenlage zu erklären, aber nicht selbst die komplexen Probleme in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft lösen.

Auch die wesentlichen Punkte im Format Politk-Talkshow erklärte Günther Jauch den Studierenden der BiTS. Im Umgang mit Medienprofis aus Politik und Wirtschaft könne man nicht darauf setzen, in einer Show exklusive Fakten zu erhalten. "Die Gäste wissen genau, wie sie sich in einer Talkhow verhalten müssen und sind speziell bei uns eher defensiv". Aber im Zusammenspiel der Gäste einen spannenden und informativen Gesprächsfaden zu spinnen, der bei den Zuschauern Neugier und Interesse weckt, sei eine wesentliche Aufgabe des Politik-Moderators.

Der Journalisten-Kurs der Berliner BiTS krönte mit dem Besuch bei der Jauch-Talkshow eine Reihe von Exkursionen, die im laufenden Sommersemester durchgeführt wurden: Besuche beim rbb und dem Nachrichtensender n-tv, dem Hauptstadtstudio der ARD-Radiosender und der Online-Redaktion der ZEIT zählten dazu.

Die BiTS (Business and Information Technology School) ist eine staatlich anerkannte Privathochschule an den Standorten Berlin, Hamburg und Iserlohn. Die BiTS gehört zu Laureate International Universities, mit 800.000 Studierenden in dreißig Ländern dem weltgrößten Anbieter von Hochschulausbildung. Am Berliner Campus leitet Prof. Dr. Thomas Becker die Studiengänge Journalismus (Journalism and Business Communication mit Abschluss Bachelor of Arts) und Medienmanagement (Communication and Media Management, Abschluss Bachelor of Science).

Montag, 26. Mai 2014

10 Grundgesetze für eine erfolgreiche Präsentation

Präsentationen sind eines der wichtigsten Instrumente, die Manager, Studenten, Gründer etc. einsetzen können, um ein Publikum von ihrer Idee zu überzeugen. Wie man das am besten macht, ist seit mehreren tausend Jahren Gegenstand eines der ältesten Fächer der Welt: der Rhetorik.

Das Ziel vieler Redner: Präsentieren wie Steve Jobs
(Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Stevejobs.jpg
By jurvetson (Flickr) [CC-BY-2.0 via Wikimedia Commons
(http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)]
Eine gute Präsentation hat wenig mit Powerpoint zu tun und viel mit der Geschichte, die Sie verkaufen wollen. Ich gebe meinen Studenten immer den Vergleich zu einem Plädoyer vor einer Jury, wie dies in den USA üblich ist. Sie haben eine Viertelstunde Zeit, um aus den Tausenden Seiten an Information, die während des Verfahrens verhandelt wurden, Ihre eigene Geschichte zu basteln und die Jury von Ihrer Sichtweise zu überzeugen. Dafür ist es wesentlich, die relevanten Fakten zu identifizieren, diese in einer plausible Argumentation zu überführen und die Argumentation überzeugend rüberzubringen.

Um diesen Prozess zu üben, empfehlen sich die heute oft im Internet gehandelten „Tipp-Listen“. So veröffentlichte jüngst Tayyab Babar auf lifehack zehn Tipp für eine erfolgreiche Präsentation. Diese zu berücksichtigen ist schon mal ein guter Anfang, um von einem „Referat“ hin zu einer „Präsentation“ zu kommen. Der Unterschied zwischen beiden: Ein Referat ist die Darstellung von Fakten. Eine Präsentation verkauft eine Idee und soll zu einer konkreten Handlung des Publikums führen. Sie wollen sich oder Ihre Idee verkaufen.

1. Zuerst: Kennen Sie alle relevanten Fakten
Sie müssen zu dem Thema, über das Sie sprechen, mehr wissen, als ihr Publikum. Ist das nicht der Fall, können Sie schwerlich überzeugen.

2. Kennen Sie Ihr Publikum
Wer überzeugen will, darf sich nicht auf one size fits all verlassen. Jedes Publikum ist anders. Je mehr Sie über Ihre Zuhörer wissen, desto besser können Sie sich darauf einstellen, welche Vorteile Sie für Ihr Publikum ausarbeiten können, um deren Aufmerksamkeit zu fesseln.

3. Kenne Deine Zeit
Wenn Sie eingeladen sind, Ihre Ideen in 20 Minuten vorzustellen, sollten Sie diesen Zeitraum optimal füllen und keinesfalls überziehen. Zeit ist kostbar. Stehlen Sie Ihrem Publikum Zeit, dürfen Sie nicht mit positiven Reaktionen rechnen.

4. Halten Sie Augenkontakt
Wenn Ihr Publikum auf Folien schaut, kann es Sie nicht anschauen. Sie aber sind der Hauptdarsteller in dieser Show. Also schauen Sie Ihre Zuhörer an und versuchen Sie, durch Gestik und Bewegung im allgemeinen, die Zuhörer auf Sie zu fokussieren.

5. Folien müssen funktionieren
Wenn Sie eine Präsentationssoftware einsetzen, denken Sie daran, dass eine Folien in ihrer Gesamtheit wahrgenommen wird. Wenn Sie etwas Wichtiges zu sagen haben, machen Sie wenig Worte - auf Ihrer Folie. Nutzen Sie das gesprochene Wort für Details, die Folien für die Kernaussagen.

6. Füllen Sie den Raum aus
Denken Sie an ein Rockkonzert: Wenn die Musiker starr vor Ihren Mikros stehen, langweilen Sie sich spätestens nach dem zweiten Song. Wenn Sie Platz haben, dann nutzen Sie den Platz. Gehen Sie auf Ihr Publikum zu, wechseln Sie die Positionen.

7. Geschichten lassen sich besser erinnern
Ok, Sie können in der Regel eine Verkaufspräsentation nicht als Märchen verkleiden. Aber es macht trotzdem Sinn, wenigstens streckenweise Storytelling einzusetzen, um Ihre zentralen Punkte anschaulich rüberzubringen und vor allem erinnerbar zu gestalten. Fakten muss man lernen, gute Geschichten kann man sofort weitererzählen.

8. Bleiben Sie einfach
Eine Präsentation hat das Ziel, das Publikum von etwas zu überzeugen. Daher lassen Sie alles weg, was das Publikum abhalten könnte, Ihnen zu folgen, insbesondere Fachbegriffe und Fremdworte. Die helfen nichts, sondern schmeicheln nur Ihrem eigenen Ego.

9. Üben, üben, üben
Selbst die besten Redner auf der politischen Bühne wissen: Nur wenn eine Rede wirklich sitzt, kann man überzeugen und sein Publikum mitnehmen. Denken Sie an Schauspieler: Auch "Genies" müssen üben, um Ihren Text überzeugend zu transportieren. Je mehr Zeit Sie in das Training Ihrer Präsentation investieren, umso sicherer und besser sitzen die Argumente.

10. Niemals langweilen
Sie wollen Ihr Publikum mitnehmen. Das klappt nur, wenn Sie auch im Vortrag eine Dramaturgie haben. Eine Präsentation ist nicht mit dem Vorlesen eines Buchs zu vergleichen. Eine Präsentation ist wie ein großer dramatischer Monolog, der das Auditorium einfängt und mit auf die Reise nimmt.

Freitag, 2. Mai 2014

Medienmanagement und Marketing: Kommunikationsinstrumente im Marketing und deren Zielbeitrag

Jedes Unternehmen - vom Kiosk um die Ecke über den Hotelbetrieb und den mittelständischen Zuliefer bis zum globalen Konzern - operiert in einer Umwelt. Damit meine ich nicht die natürliche Umwelt im Sinne einer ökologischen Randbedingung, sondern die gesellschaftliche Umwelt: ein Unternehmen, wie groß auch immer es sein mag, braucht eine noch viel größere Umwelt, aus der es seine Ressourcen (Kapital, Mitarbeiter, Vorleistungen) beziehen und in die hinein es seine Produkte absetzen kann. Das erscheint recht plausibel.

Grundlegende Ziele des Marketing-Instruments Kommunikation
(Quelle: Becker 2014, S. 34)

Was ein Unternehmen ist, lässt sich aus verschiedenen Perspektiven beschreiben, immer aber recht präzise: Man kann z.B. mit einer sozialwissenschaftlichen Brille sagen, dass ein Unternehmen ein Zusammenschluss von Menschen ist, die sich gemeinsam an einem Zweck orientieren. Der Zusammenschluss ist klar definiert durch Mitgliedschaft (alle, die per Arbeitsvertrag an das Unternehmen gebunden sind) und Eigentumsanteile.

Der Zweck eines Unternehmens ist ebenfalls sehr präzise zu bestimmen: Ein Unternehmen ist eine Organisation, die primär nach den Regeln der Wirtschaft arbeitet und das heißt ganz konkret: Der oberste Zweck eines Unternehmens ist es, Gewinn zu machen. Um diesen dauerhaften Zweck zu erfüllen, gibt sich das Unternehmen zeitlich begrenzte Ziele, die durchaus weit streuen können. Der Zweck aller Unternehmen (aller Erwerbswirtschaften) ist jedoch absolut identisch und liegt im Generieren von Profit.

Profit ist nicht zu verwechseln mit Mehrwert. Mehrwert entsteht in der Produktion. Man kombiniert Vorleistungen zu einem Produkt und schafft so Wert. Aber erst wenn eine Leistung tatsächlich verkauft ist und der erzielte Preis höher ist als der Aufwand, den man zur Erstellung derselben erbracht hat, entsteht Gewinn.

Kosten und Erlöse lassen sich beide hervorragend in Zahlen ausdrücken, denn sie sind durch Preise messbar. Preise sind das, was jemand bereit ist, für eine Leistung zu zahlen, um im Austausch diese Leistung zu erhalten. Wenn die Preisforderung des Verkäufers und das Preisgebot des Käufers sich entsprechen, entsteht eine Transaktion: ein Austausch zwischen zwei Parteien.

Schauen wir uns jetzt an, wie Unternehmen Einfluss darauf nehmen können, ihren Absatz (Transaktionen mit Kunden) zu steigern (mehr Stück abzusetzen) bzw. den Wert der Transaktionen zu erhöhen (höhere Preise zu erzielen). Wesentliche Handlungsfelder ergeben sich in vier Dimensionen: der Ausstattung des Produkts (Qualität), den Zugang zum Produkt (Ubiquität), dem Preis selbst (Elastizität) und symbolischen Eigenschaften, die das Bild (Image) prägen, das sich die Kunden vom Produkt machen.

Die letztgenannte Dimension wird durch gezielt eingesetzte Kommunikationsangebote beeinflusst. Unternehmen versuchen durch Kommunikationsangebote – Prospekte, Webseite, Anzeigen, Verpackung, Veranstaltungen, Verkaufsmailings, Kundenzeitschriften etc. – Einfluss auf die Einstellung aktueller und potenzieller Kunden zu nehmen, um dadurch das Produkt mit symbolischen Mehrwerten auszustatten, die letztlich zu mehr oder höherwertigen Transaktionen führen sollen.

Gemeinhin wird diese Aufgabe, ein Produkt durch Kommunikation aufzuwerten, dem unternehmerischen Aufgabenbereich Marketing zugeordnet. Marketing ist ein sehr strapazierter Begriff, der zumindest zwei große und sehr unterschiedliche Konzepte umschreibt: Zum einen die marktorientierte Unternehmensführung (Marketing Management), zum anderen den Einsatz von Instrumenten wie Marktforschung oder Werbung, um den Absatz des Unternehmens zu unterstützen.

Die zweite Perspektive ist das, was viele – vor allem kleinere – Unternehmen unter Marketing verstehen: der Einsatz von Mitarbeitern oder Agenturen, um Anzeigen, Broschüren, Logo etc. gestalten zu lassen.

Diese Perspektive darf man nicht ignorieren, weil sie in der Praxis gelebt wird. Sie ist gleichwohl ohne strategische oder strukturelle Relevanz. Marketing als Sachbearbeitungsaufgabe zu verstehen, die Texter und Grafiker umsetzen, ist ähnlich zielführend wie Controlling mit Buchhaltung zu verwechseln oder die Telefonzentrale als Customer Relationship Management zu bezeichnen.

Marketing ist alles, was man tun kann und tun muss, damit sich ein Produkt verkaufen lässt. Das ist die klassische Definition, die Ralph Starr Butler 1910 mit der Einführung des Begriffs Marketing gab. Und das ist die einzige vernünftige Sichtweise, das Aufgabenfeld Marketing zu verstehen.
Verwenden wir diese Sichtweise mit Bezug auf den Einsatz von Medien und Kommunikation, um Produkte quantitativ oder qualitativ aufzuwerten, ergibt sich eine simple Folgeüberlegung: Alles, was ein Unternehmen zielgerichtet kommuniziert, bevor es tatsächlich zu einer Transaktion kommt, ist Bestandteil des Marketing-Instruments Kommunikation. Alles, was ein Unternehmen vor einem Verkauf an Kommunikation betreibt, ist Teilbereich des Fachgebiets Medienmanagement.

Führen wir diesen Gedanken weiter, löst sich eine oft kontrovers diskutierte Frage schlicht auf: Nämlich welche Art von Kommunikation dem Marketing zugerechnet werden könne, und welche Art von Kommunikation irgendetwas anderes betrifft, z.B. Öffentlichkeitsarbeit ist oder Lobbyismus oder Vertrieb. Diese Frage stellt sich nicht, denn alles, was man kommunikativ tun muss, um ein Produkt zu verkaufen, ist Teil des Marketing-Instruments Kommunikation.

Oft wird argumentiert, dass sich Marketing (und damit auch das Marketing-Instrument Kommunikation) an Märkte wende und daher z.B. Public Relations oder das Sponsoring von Kulturveranstaltungen etwas anderes sein müsse. Schauen wir uns dazu an, was ein Markt ist. Ein Markt ist ein Mechanismus, mit dessen Hilfe Preise festgestellt werden, d.h. in dem Preisforderungen und Preisgebote aufeinander treffen und bei einem „Match“ zu einer Transaktion führen: Austausch von Gütern gegen Geld (oder entsprechender Äquivalente).

Insoweit gibt es Kommunikationsangebote, die sehr direkt auf den Markt zielen im Sinne von: Kommunikation, die potenzielle Käufer aktivieren soll, möglichst sofort das Produkt zu kaufen. Darunter fallen ein Großteil der Direct Mails, die millionenfach verschickt werden, Sonderpreise, die in Prospekten, Werbespots oder per Email verbreitet werden und Ähnliches.

Modell strategischer Unternehmenskommunikation (Quelle: Becker 2014, S. 37)
Aber: Es gibt ebenso Kommunikationsangebote, die längerfristig orientiert sind und versuchen, das Produkt symbolisch aufzuwerten oder in „Marketing-Sprech“: die das Image, das sich Kunden und Prospects vom Produkt machen, positiv beeinflussen sollen. Ja, auch diese Kommunikationsangebote sollen irgendwann zu Transaktionen führen. Aber sie sollen diese nicht kurzfristig auslösen, sondern über einen längeren Zeitraum das Produkt aufwerten und Begehrlichkeiten wecken, indem sie die Einstellungen beeinflussen, die Menschen zu dem Produkt haben, von schlichter Kenntnis des Produkts über Eigenschaften, die faktisch nicht vorhanden sind, sondern sich nur im Kopf der Verbraucher abspielen.

Diese Einstellungen entstehen aber nicht als direkte Folge der aktiven Nutzung eines Kommunikationsangebots, sondern – und hier wird es spannend – als Ergebnis eines Prozesses, den wir öffentliche Meinung (public opinion) nennen. Öffentliche Meinung ist ein Mechanismus, der es Einzelnen ermöglicht, komplexe Fragestellungen, schnell und einfach zu beantworten, indem man sich einem öffentlich ausgehandelten Bewertungsfeld anschließt oder nicht. Ob wir Gentechnik positiv oder negativ gegenüberstehen, ist keine Folge einer komplexen Detailanalyse, die tatsächlich Vor- und Nachteile gegeneinander abwägt, sondern Folge einer einfachen Stimmung, welche Argumente oder Sichtweisen wir für uns plausibel halten.

Öffentliche Meinung und Markt sind dabei wesensverwandt: Beides sind Verfahren, die Menschen entwickelt haben, um komplexe Umweltbedingungen zu beobachten. Märkte helfen uns, durch die Aushandlung von Preisen den Wert von Leistungen zu bestimmen. Öffentliche Meinung hilft uns, durch die Aushandlung von Positionen eine individuelle Meinung zu unterschiedlichen Themen zu entwickeln.

Hier kommen wir genau zum springenden Punkt: Konzentriert sich Marketing auf Märkte? Oder konzentriert sich Marketing auf die Vermarktung, was etwas grundlegend anderes bedeutet. Vermarktung – siehe Butlers Definition – betrifft alles, was man tun muss, um letztlich seine Angebote zu einem profitablen, am Markt erzielten Preis abzusetzen. Dazu zählt zweifelsohne der Aufbau einer Marke verstanden als Symbol für Eigenschaften, die Menschen einem Produkt zurechnen, unabhängig davon, ob sie es tatsächlich kaufen (eine Transaktion durchführen auf Basis eines Marktpreises) oder nur eine Meinung zu dem Produkt haben (die Reputation, die ein Produkt oder Unternehmen auf Basis öffentlicher Meinung zugerechnet bekommt). Auch Nichtkunden entscheiden über Markterfolge und was Nichtkunden über ein Produkt „denken“, hat nichts mit dem Markt zu tun. Und eine zweite Dimension macht es noch deutlicher: Was ein Kunde über ein Produkt denkt, nachdem er es gekauft hat, hat auch nichts mehr mit Märkten zu tun, sondern mit Erfahrungen und Meinungen, die der Kunde im Umgang mit Produkt, Unternehmen, anderen Kunden etc. machen.

Wenn wir daher heute von Medienmanagement als einer zentralen Aufgabe im Marketing sprechen, müssen wir den Begriff konkretisieren: Das Marketing-Instrument Kommunikation kümmert sich durch die geplante Veröffentlichung von Kommunikationsangeboten, die über Medien zur Verfügung gestellt werden, um die gezielte Beeinflussung von Meinungen, um dadurch die Menge und den Wert von Transaktionen zu steigern, was dem Zweck des Unternehmens dient, Geld zu verdienen.

In dieser Begriffsweite lässt sich ein Modell entwickeln, dass die Aktivitäten innerhalb des Marketing-Instruments Kommunikation in vier Teibereiche abträgt: Man kann mit Fokus auf die öffentliche Meinung Kommunikationsangebote bereitstellen, die die Akzeptanz gegenüber dem Unternehmen und seinen Produkten steigert. Und man kann mit Fokus auf den Markt Kommunikationsangebote bereitstellen, die das Transaktionsvolumen des Unternehmens steigern.

Dem ersten Aufgabenbereich – Schaffung von Akzeptanz – rechnen wir die strategischen Kommunikationsinstrumente Public Relations und Societal Relations zu. Public Relations kümmern sich um das (passive) Einverständnis der Gesellschaft gegenüber dem Unternehmen. Societal Relations dagegen schaffen (aktive) Unterstützung durch die Gesellschaft.

Dem zweiten Aufgabenbereich – Schaffung von Transaktionen – rechnen wir die strategischen Kommunikationsinstrumente Werbung und Customer Relationship Management zu. Werbung kümmert sich darum, Aufmerksamkeit für Produkte zu schaffen, Customer Relationship Management darum, die Bindung zu bestehenden Kunden möglichst dauerhaft und profitabel auszugestalten.

„Marktwirtschaft fördert durch die in Aussicht gestellten Gewinnchancen Wettbewerb. Mehr Wettbewerb führt automatisch zu einem größeren Angebot. Und größeres Angebot tendiert dazu, dass sich das Leistungsspektrum ausdifferenziert. Unternehmen, die über weitgehend freie Märkte agieren, müssen damit umgehen, dass sich die Leistungsverwertung (Absatz) zu einem Unternehmensengpass entwickelt und sie begegnen dieser Herausforderung durch die Entwicklung eines Instrumentariums, mit dem man versucht, Wettbewerbsvorteile zu erzielen“ (Becker 2014: 27).

Freitag, 11. April 2014

Medienmanagement und öffentliche Kommunikation: Gute Rezensionen bei Amazon

Lehrbuch Medienmanagement auf Platz 1
in der Kategorie Medienökonomie. Cool!
Puh, hab mich gerade riesig gefreut über zwei neue Rezensionen bei Amazon. Die eine von meiner Ex-Kollegin an der Hochschule in Calw, die - ohne Bestechung oder unmoralische Gegenleistungen - das Buch besorgt und gelesen hat und es gut findet. Das ist wirklich eine Ehre von einer Kollegin, die ich fachlich und menschlich äußerst schätze und die für meinen eigenen Start in die Hochschulwelt die wertvollste Mentorin war. Danke Claudi(a) für dieses tolle Feedback aus dem allertiefschten Baden :)

Hab mich auch gefreut, als ich gerade gesehen habe, dass das Lehrbuch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation (wenigstens gerade just zur Stunde) der Topseller in der Rubrik Medienökonomie ist. Coole Sache, die ich direkt mit einem Screenshot verewigt habe, damit ich mich an diesen Umstand immer wieder zurückerinnern kann.

Eine weitere neue Rezension stimmt mich auch extrem glücklich. Dort heißt es bei einer 5-Sterne-Bewertung im Fazit: "Medienmanagement und Kommunikation von Thomas Becker hat das Zeug zum Standardwerk im Lehrbetrieb und ist lesenswert für alle Interessierten, die sich mit Medien näher auseinander setzen wollen." Das ist wirklich schön, dass das Buch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation doch ganz offen und gut aufgenommen wird.

Danke an die ersten Käufer und Leser und den Verlag, der "Medienmanagement und öffentliche Kommunikation" erst ermöglicht hat!

Samstag, 29. März 2014

Medienmanagement ist eine zentrale Führungsqualifikation

Medienmanagement: Mal wird man gejagt,
mal jagt man hinterher (Quelle: bpb, © Burkhard Mohr)
Medien machen Kommunikation wahrscheinlich und leistungsfähig, und Kommunikation ist der zentrale Prozess, der menschliches Zusammenleben ausgestaltet. Damit prägen Medien und Kommunikation auch die Leistungserstellung in Unternehmen, oder in drei Thesen formuliert.

  • Es gibt kein Unternehmen ohne Kommunikation. Das heißt im Umkehrschluss: Kommunikation – und nicht etwa Gebäude oder Kapital – ist das einzige zwingend notwendige Kriterium, das die Existenz von Unternehmen begründet.
  • Es gibt keine Unternehmenskommunikation ohne Medien. Das bedeutet, dass wir ohne den Einsatz von Medien – und dazu gehören zentral Sprache, Bilder und Schrift –nicht auf dem Abstraktionsgrad kommunizieren können, der für die Aufrechterhaltung eines Unternehmens notwendig ist.
  • Unternehmen instrumentalisieren Kommunikation. Jede Organisation hat einen Zweck. Diesem Zweck unterwirft die Organisation ihre Entscheidungen über den Einsatz von Ressourcen und in diesem Zusammenhang wird auch Kommunikation als Ressource betrachtet, die für die Erreichung von Zielen gut oder schlecht, wirtschaftlich oder unwirtschaftlich eingesetzt wird.
„Wenn Unternehmen – also Wirtschaftsorganisationen – Medien einsetzen müssen, um ihre Leistung zu erbringen, kann und muss man sich mit der Frage beschäftigen, wie man mit Medien so umgeht, dass deren Einsatz mit möglichst geringem Aufwand zum gewünschten Erfolg führt“ (Becker 2014, S. 6).

Dieser Grundgedanke begründet die Disziplin Medienmanagement sowohl als Ausbildungsfach als auch als angewandte Management-Methode im Tagesgeschäft von Organisationen – ob diese nach Gewinn streben (Unternehmen), oder sich an anderen Zwecken orientieren.

Medienmanagement ist damit eng verwandt mit anderen generellen Management-Methoden wie Qualitätsmanagement, Prozessmanagement, Projektmanagement oder Personalmanagement und hat nichts mit dem Management von Medienunternehmen zu tun, wie man es mancherorts lesen kann.

Diese kategorisch klingende Behauptung ist nichts weiter als eine konsequente Ableitung der Aufgabe, die man dem Einsatz von Medien als Vereinfacher und Beschleuniger von Kommunikation zuschreiben muss.

„Es geht darum, Kunden oder Investoren zu überzeugen, die Mitarbeiter ‚ins Boot zu holen‘, bestehende Kunden zu binden und zu Fans des Unternehmens und seiner Produkte zu machen, neue Kunden zu finden, das Bild des Unternehmens in Markt und Öffentlichkeit positiv zu beeinflussen etc. Es geht um die Schaffung von Mehrwert, der über den direkten Zahlungs- und Leistungsstrom hinausweist und daher auch schwer und nur sehr subjektiv bilanziert werden kann. Was ist die gute Beziehung zu einem Kunden wert? Welchen Wert hat die Strahlkraft einer Marke? Welche Kosten entstehen durch ein negatives Image, welche durch unzufriedene Mitarbeiter, denen sich die Sinnhaftigkeit ihrer Tätigkeit nicht erschließt?“ (Becker 2014, S. 7)

Medienmanagement ist Führung und orientiert sich an Resultaten. Man kann Projekte „aus dem Bauch heraus“ führen. Das aber bringt in der Regel schwache oder gar keine Resultate. Man kann auch Medien und Kommunikation ohne größere Vorbereitung einsetzen. Das heißt aber nicht, dass man dies wirksam und wirtschaftlich macht. Wenn man Käufer verwirrt, Lieferanten nicht ausreichend informiert, Mitarbeiter in die innere Kündigung treibt, Ziele nicht klar vorgibt, vergisst, strategische Leitplanken zu formulieren, von möglichen Kunden weder gefunden noch gekannt wird – dann sind das keine lapidaren Nebensächlichkeiten, sondern die zentralen Faktoren, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

Medienmanagement ist eine zentrale Führungsqualifikation, ohne die man in der immer stärker vernetzten Gesellschaft nicht mehr dauerhaft im internationalen Wettbewerb bestehen kann. Unternehmen sind gut beraten, frühzeitig ihre Führungskräfte entsprechend zu schulen und bei der Auswahl neuer Mitarbeiter Qualifikationen im Medienmanagement zu verlangen.

Donnerstag, 27. März 2014

Medienmanagement: Sieben Fragen, sieben Antworten

Die sieben zentralen Begriffe im Fachgebiet Medienmanagement sind Kommunikation, Medien, Organisation, Management, Unternehmen, Markt und Marketing. Alle diese sieben Begriffe sind ebenso Teil der Alltagssprache als auch in verschiedenen Fachdisziplinen teilweise sehr unterschiedlich definiert und genutzt.

Eine Weltkarte verschiedener
Themen im Medienmanagement
Quelle: Becker (2014), S. 368
Aus diesem Grund habe ich in meinem Lehrbuch "Medienmanagement und öffentliche Kommunikation" gleich zu Anfang die sieben Grundbegriffe im Medienmanagement beschrieben und dabei versucht, auf schwierige Wortkonstruktionen und Bandwurmsätze zu verzichten.

Ich halte es für unerlässlich, dass Studierende im Fach Medienmanagement in jeder Lebenslage solche Grundbegriffe benennen können. Man erwartet schließlich auch, dass ein Arzt weiß, was eine Diagnose ist und ein Anwalt weiß, was das Bürgerliche Gesetzbuch regelt. Wenn man einen Medienmanager fragt, was Medien sind oder was Kommunikation ist, sollte das ähnlich sein: Ein Medienmanager sollte ein operativ gut verwendbares, trotzdem korrektes und letztlich auch erinnerbares Verständnis von den Grundbegriffen seines Fachs haben.

Ich zitiere die folgende Passage nach Thomas Becker (2014): Medienmanagement und öffentliche Kommunikation. Der Einsatz von Medien in Unternehmensführung und Marketing, Wiesbaden, Springer VS, S. 13f.

1. Was ist Kommunikation?

Kommunikation ist das Auslösen koordinierten Verhaltens zwischen getrennten Lebewesen.

(Kommunikation ist keine originär menschliche Eigenschaft, sondern lässt sich analog im Tierreich beobachten. Kommunikation ist nicht beschränkt auf Sprechen, Posten oder Fernsehen. Auch Geld ausgeben ist eine Kommunikation, insoweit sie das Verhalten zwischen Menschen koordiniert. Kommunikation ist eine biologisch begründbare Verhaltensweise, mit der wir uns an unsere Umwelt anpassen).

2. Was sind Medien?

Medien sind Mittel, die den Erfolg von Kommunikation erhöhen und die Leistungsfähigkeit von Kommunikation steigern. Medien sind Katalysatoren von Kommunikation.

(Die wichtigsten Medien sind Sprache und Schrift. Sie codieren Bedeutung durch Konvention und erweitern so die Möglichkeiten von Kommunikation. Ohne Medien ist Kommunikation nur in einfachen Strukturen möglich. Einfache Medien – Signalsysteme – ermöglichen leistungsfähigere Kommunikation. Komplexe Symbolverbünde wie Sprachen steigern die Leistungsfähigkeit von Kommunikation um ein Vielfaches).

3. Was ist eine Organisation?

Eine Organisation ist der dauerhafte Zusammenschluss von Individuen, um gemeinsam einen Zweck umzusetzen.

(Organisationen entstehen durch Kommunikation und existieren durch Kommunikation. Eine Organisation ist ein dauerhafter Kommunikationszusammenhang. Alles andere – Räume, Maschinen, Kapital etc. – ist zum Verständnis von Organisationen zweitrangig).

4. Was ist Management, was ist Medienmanagement?

Management ist die Summe der Aufgaben, die man in einer Organisation ausübt, um durch den Einsatz von Ressourcen Ergebnisse zu erzielen. Medienmanagement ist die Nutzung von Medien und Kommunikation zur Erreichung der Ziele der Organisation. Dabei wird Medienmanagement sowohl als Führungsinstrument innerhalb der Organisation wie auch als Instrument im Marketing-Mix genutzt.

(Management und Führung sind nicht deckungsgleich. Führung basiert auf Reputation und formalem Führungsanspruch durch Hierarchie. Management bezieht sich auf die Koordination von Ressourcen. Medienmanagement ist eine Spezialdisziplin im Management, die Medien und Kommunikation als Ressourcen für das Unternehmen instrumentalisiert).

5. Was ist ein Unternehmen?

Unternehmen sind Organisationen, die die Gesellschaft mit knappen Leistungen versorgen, um Gewinn zu machen.

(Nicht alle Organisationen, die über viel Geld verfügen, sind automatisch Unternehmen. Nicht jede Art wirtschaftlichen Betätigens führt automatisch zur Gründung eines Unternehmens. Ein Unternehmer allein ohne Mitarbeiter, ist kein Unternehmen).

6. Was ist ein Markt?

Ein Markt ist die Brille, mit der man sein wirtschaftliches Umfeld in Form von Preisen beobachtet.

(Ein Markt ist kein Ort und auch nicht das Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage, sondern die Beobachtung von Angebot und Nachfrage durch Preise. Daraus werden Rückschlüsse auf das eigene Verhalten bzw. die für die Organisation zu treffenden Entscheidungen gezogen. Märkte sind weder rational noch transparent, sondern nur ein pragmatischer Ansatz, Informationen zu erzeugen.)

7. Was ist Marketing?

Marketing ist der Einsatz von Instrumenten, mit denen man versucht, zukünftige Verkaufschancen zu entwickeln und Einfluss auf das Verhalten der Marktteilnehmer (Kunden und Lieferanten) zu nehmen.

(Auch Organisationen, die nicht auf Profit verpflichtet sind, können das Marketing-Instrumentarium nutzen. Marketing ist auf Zukunft ausgerichtet, demnach sind Marketing-Entscheidungen immer unsicher. Marketing geschieht in der Regel im Umfeld von Wettbewerb, der ebenfalls Marketing betreibt, so dass sich Annahmen, auf deren Basis man entscheidet, ständig ändern können).

Samstag, 15. Februar 2014

Die besten Manager arbeiten wie 4jährige Kinder

Metaphern (Sinnübertragung) und Allegorien (bildhafte Umschreibung) von Management gibt es in vielen Formen. Man soll sich am Bambus orientieren, führen wie Alexander der Große, dem japanischen Modell folgen, sich die Wildgänse zum Vorbild nehmen und der Kunst der Kriegsführung huldigen.

Überall bieten diese Metaphern sinnvolle Pointierung einzelner Aspekte, sind alles in allem aber eher unterhaltsame Pausenlektüre, als anwendbares Vademecums für Manager.

Wenn man schon bildhafte Vergleiche bemüht, um Erfolgsprinzipien im Management zu erläutern, dann sollte man Erika Andersen Artikel bei forbes.com über starke Führungskräfte lesen. Sie sagt: Gute Fühunrgskräfte sollten sich an einem 4jährigen Kind orientieren. Alles, was ein 4jähriger macht, ist das, was auch ein Manager machen sollte. D.h.: Management ist Rückbesinnung auf grundlegende (deshalb im Kindesalter erworbene) Qualifikationen, die man mit Erfahrung und Wissen kombiniert.

Es sind fünf zentrale Prinzipien, die die Kindheit begleiten und dafür sorgen, dass aus Kindern Erwachsene werden können (also eine erfolgreiche Sozialisation durchlaufen).

Kinder sind unerschöpflich neugierig: Der größte Feind des Erfolgs ist der Satz: "Oh ja, das kenne ich, das haben wir schon probiert." Die Welt ist in Bewegung, ständig ändern sich Randbedingungen, deshalb ändern sich auch immer wieder die Ergebnisse unseres Tuns. Nur wer neugierig ist und Bestehendes unter neuen Bedingungen denkt oder Neues ausprobiert, kann Erfolge erzielen.

Kinder wollen Dinge ohne Kompromisse: Der zweitgrößte Feind des Erfolgs ist die Bequemlichkeit, etwas ab einem gewissen Punkt zu akzeptieren. Damit ist quasi das alltägliche Pareto-Prinzip gemeint: Wir geben uns mit 80% von etwas zufrieden, weil wir dafür schließlich nicht viel Aufwand betreiben mussten. Kinder wollen nicht 80% von einem Spielzeug, sondern alles. Das führt zu konsequentem Handeln.

Kinder sind unordentlich: Warum sollte Unordnung eine gute Eigenschaft eines Managers sein? Ganz einfach: Wer Ordnung zum alleinigen Paradigma macht, versucht von vornherein Unordnung zu vermeiden - und beraubt sich damit der Chance, Neues zu entdecken. Man muss sich frei machen von leitenden Mustern wie Ordnung und einfach drauf los stochern. Nur so entdeckt man die Welt.

Kinder lieben ohne Einschränkung: Dies heißt nicht, ein Manager sollte alle seine Mitarbeiter lieben. Es geht hier eher darum, sich ohne Einschränkungen oder Abstufungen einer Sache völlig verschreiben zu können. Wenn einem der Erfolg eines Projekts wichtig ist, wird man die Hindernisse auf dem Weg zum Ziel beiseite räumen.

Kinder versuchen etwas solange, bis es klappt: Die größte Gemeinsamkiet erfolgreicher Unternehmen aus allen Branchen - von der Landwirtschaft über die Gewinnung von Bodenschätzen und die Industrieproduktion bis zur Anwaltskanzlei oder einem Handwerksbetrieb - ist es, an einer Sache dran zu bleiben und nicht vorschnell aufzugeben. Nicht die Besten oder Schnellsten gewinnen, sondern die Hartnäckigsten.

Gute Manager haben sich diese grundlegenden menschlichen Fähigkeiten aus der Zeit ihrer Sozialisation bewahren können und kombinieren diese Eigenschaften mit Wissen (um Methoden und Fakten) und Erfahrung (die sich u.a. in einem großen Netzwerk relevanter Kontakte darstellt).

Sonntag, 2. Februar 2014

Wie wird man Journalist?

Am Donnerstag (30.1.2014) durfte ich bei der Bildungsmesse des Karriere-Magazins absolut karriere vorbeischauen und auf dem Podium zusammen mit Bettina Schausten (ZDF), Julia Brömse (BILD) und Prof. Dr. Hettinger (DeutschlandRadio) über die Frage diskutieren, was der beste Einstieg in einen journalistischen Beruf ist.

Bildungsmesse absolut karriere in Berlin
(Bettina Schausten, Prof. Dr. Thomas Becker)
Quelle: absolut karriere
Im Berliner Bluemax-Theater informierten sich rund tausend Schülerinnen und Schüler über den Traumberuf Medien. Gut 500 davon kamen zur Podiumsdiskussion und diskutierten mit uns über Möglichkeiten, Journalist zu werden.

Klar, dass auch heute noch vieles im Journalismus über ein Praktikum (oder eine Hospitanz und wenns richtig gut läuft sogar über ein Volontariat) läuft. Was versteckt sich hinter diesen Begriffen? Praktikum und Hospitanz meinen das Gleiche - man darf in einem Unternehmen in der Regel unbezahlt Praxisluft schnuppern. Ein Volontariat ist dagegen immer bezahlt und eine Mischung aus Lehre und Traineeship: Man arbeitet richtig mit und durchläuft verschiedene Abteilungen, meistens in Kombination mit theoretischem Input.

Generell waren wir Experten auf dem Podium auch in einer zweiten Fragen einig: Ohne abgeschlossenes Studium hat man heute im Journalismus schlechte Karten. Das liegt gar nicht so sehr daran, dass man ein Studium zwingend braucht, um journalistisch arbeiten zu können, sondern schlicht an Angebot und Nachfrage: Viele wollen Journalist werden, so dass man sich die Bewerber aussuchen kann, die am stärksten in ihre Bildung investiert haben.

Ein dritter Konsens-Punkt: Journalismus ist angewandte Sprache, daher ist es sehr hilfreich, in Sprachen und damit auch in interkulturelle Kompetenzen zu investieren - im Klartext: Mal ins Ausland zu gehen und vor Ort, Sprache und Kultur kennenzulernen.

Unterschiede gab es lediglich in der Bewertung, welche Art von Studium geeignet ist. Während Bettina Schausten den eher klassischen Weg Fachstudium (also BWL, Politik, Soziologie...) plus Volontariat empfahl, plädierte ich eher für ein richtiges Journalismusstudium - schlicht vor dem Hintergrund, dass heute der Bereich Journalismus deutlich komplexer ist als 1990 (und die Jahrzehnte davor) und man gut daran tut, sich mit dem Gebiet selbst auseinanderzusetzen und nicht über einen "Umweg" zum Studiumabschluss zu kommen.

Viele Journalisten alter Schule sind der Meinung, der Beruf studiert sich selbst - also im Klartext: Man können Journalismus nicht studieren, sondern nur in der Praxis erlernen. Wendet man diese Argumentation auf andere ausgewiesene Praktiker wie Ärzte, Ingenieure oder Architekten an, würde man das als Humbug abtun. Journalismus im 21. Jahrhundert aber ist so komplex, dass man mit learning by doing bestenfalls noch Mittelmaß ist.

Journalismus als Technik der kritischen Auseinandersetzung mit komplexen Sachverhalten wird zunehmen wichtiger und ein Studiengang wie unser Angebot "Journalism & Business Communication" an der BiTS Berlin ist eine äußerst hilfreiche Basisausbildung, auf deren Grundlage man sich dann im Master-Studium bzw. bei einem Volontariat spezialisieren kann.