Mittwoch, 4. Dezember 2013

Lehrbuch Medienmanagement erscheint Januar 2014

Lehrbuch Medienmanagement
und öffentliche Komunikation erscheint im Verlag Springer VS
Der Einsatz von Medien in Unternehmensführung und Marketing ist Thema des Lehrbuchs Medienmanagement und öffentliche Kommunikation, das Ende Januar im Verlag Springer VS erscheint. Auf rund 400 Seiten gebe ich einen Einblick in die Anwendung von Medien und Kommunikation als Führungsinstrumente. Es geht also nicht um Medienökonomie (Wie funktionieren Medienmärkte) oder Medienwirtschaft (wie trifft man Entscheidungen in einem Medienunternehmen), sondern um Anwendung von Medien und Kommunikation in der Praxis von Unternehmen.

Der Verlag hat eine Vorankündigung zum Lehrbuch Medienmanagement und öffentliche Kommunikation auf seiner Webseite veröffentlicht. Das Lehrbuch wird zum Preis 34,99 angeboten und kann für Privatnutzer versandkostenfrei direkt beim Verlag bestellt werden. Die Listung bei Amazon erfolgt in den nächsten Tagen.

Freitag, 1. November 2013

Die größten sozialen Netzwerke der Welt

Dass Facebook das größte soziale Netzwerk im Internet ist, ist hinlänglich bekannt. Und dass YouTube - wenn man YouTube überhaupt als soziales Netzwerk definierten - auch ziemlich groß ist, überrascht ebenfalls nicht. Was aber tut sich dahinter?

Die größen sozialen Netzwerke, Quelle: BI Intelligence
Von einer deutschen Perspektive wäre man geneigt zu sagen, da kommt nicht mehr viel, schließlich hat sich hierzulande gezeigt, dass regionale Alternativen zu Facebook nicht funktionieren und sich die Menschen lieber in einer globalen Community aufhalten. Das stimmt aber nicht pauschal. Das drittgrößte Netzwerk heißt nämlich QZone und vereint 712 Mio. aktive Nutzer - ist also zweimal so groß wie What's App und drei Mal so groß wie Twitter.

Apropos What's App: Drei der zehn größten sozialen Netzwerke im Internet sind Messenger-Dienste: Neben What's App (350 Mio. User) heißen die LINE (275 Mio. Nutzer) und WeChat (236 Mio.).

Spannendes gibt es auch zu LinkedIn. Der BI Intelligence Report schreibt, dass 25% aller LinkedIn-Nutzer aus Indien stammen und damit mehr Inder als US-Amerikaner auf dieser Plattform aktiv sind. Und als einziges großes soziales Netzwerk, das in China nicht offiziell gesperrt ist, hat LinkedIn in China 20 Mio. aktive Nutzer.

Viele weitere spannende Fakten sind im BI Intelligence Social Media Report 2013 enthalten.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Samsung überholt Apple auch bei Marken Sympathie

Ende Oktober wurde die ACTA 2013 vorgestellt. Ausgewählte Ergebnisse wurden bei der Präsentation separat vorgestellt. Neben den üblichen Erkenntnissen - vielleicht ist doch jemand mal irgendwann bereit irgendwas für Inhalte im Internet zu zahlen, Tablets boomen, Smartphones auch ... - fand ich insbesondere eine Slide interessant:
Markensympathie: Apple und Samsung, Quelle: IfD Allensbach
Das deckt sich mit meinen punktuellen Erfahrungen mit jungen Erwachsenen an der Hochschule. Die finden Apple richtig uncool, weil das das "Papa-Handy" ist - so wie man früher als Jugendlicher Mercedes uncool fand, weil der langweilige Banker von nebenan so ein Auto fuhr. Samsung ist derzeit das Google in Sachen in Hardware: auf allen relevanten Positionen sehr gut vertreten und wahrscheinlich für die nächsten zehn Jahre der Dominator der von ihnen bearbeiteten Märkte.

Freitag, 25. Oktober 2013

Tipps für Storytellers: Texte verbessern

Sara Dickinson lehrt am Poynter Institute, eine der führenden Hochschulen für Journalisten und Führungskräfte der Verlagsbranche. Auf Basis der Arbeiten von Roy Peter Clark hat sie die nachfolgende Grafik zusammengestellt mit praktischen Tipps für Geschichten, die gelesen werden.

Interessant ist vor allem der Punkt, den Unterschied zwischen Storytelling und News Reporting klar zu benennen. Kommunikationsprofis und Medienmanager müssen in der Lage sein, verschiedene Stile zu beherrschen. Im faktenorientierten Nachrichtenstil, der sehr dem wissenschaftlichen Arbeiten ähnelt, fühlen sich viele zu Hause. Man sollte aber ebenso in der Lage sein, einen anderen Modus zu wählen.

Während es beim Nachrichtenstil darum geht, Informationen bereitzustellen, basiert Storytelling darauf, den Leser mitzunehmen: "The report points us there. The story puts us there".

Storytelling im Überblick (Quelle: Poynter)

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Payment: Telkos die neuen Banken?

Wie bezahlen Kunden in Zukunft? Die Antwort ist einfach: das weiß niemand, so ist das nun mal mit Fragen über die Zukunft. Was aber definitiv ein guter Ansatz ist, sich aus strategischer Sicht dem Thema zu nähern, ist die untenstehende Infografik, die einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Girokonten weltweit und Mobilfunkverträgen zieht.

Die einfache Aussage: Es gibt ungefähr doppelt soviel Mobilfunkverträge wie Girokonten. Warum sollte man dann nicht einfach mit dem Guthaben seiner Prepaid-Karte bezahlen bzw. wenn man einen klassischen Vertrag hat: Kosten, die z.B. im Restaurant oder im Supermarkt entstehen einfach auf der nächsten Telefonrechnung abrechnen lassen. Wer braucht in solch einem Szenario noch Kreditkarten, die quasi nichts anderes machen?

Die implizite Unterstellung untenstehender Grafik: die Telkos haben wenigstens theoretisch das Zeug, die leistungsfähigsten Zahlungsanbieter zu werden. Natürlich ist dafür sicherlich noch einiges an Herausforderungen zu bewältigen. Bevor man über alternative Zahlungsverfahren nachdenkt, die sich z.B. eine einzelne Handelsorganisation ausdenkt oder die fest an eine speziellen Geräteklasse gekoppelt ist oder die ausschließlich mit einem Belastungskonto verbunden funktioniert, lohnt es, durchzuspielen, ob Vodafone & Co. vielleicht um 2020 Unternehmen wie die Commerzbank übernehmen - nur um sich ein bisschen zusätzliches Kno-how einzukaufen.

 Direct Carrier Billing [Infographic]

Montag, 14. Oktober 2013

Digitalisierung: Was erwartet uns 2020?

Technologie-Zyklen prägen die wirtschaftliche Entwicklung. Man kann Technologiezyklen über verschiedene Zeiträume entwickeln. In der Digitalisierung der Medien setzt man retrospektiv üblicherweise auf Jahrzehnte als Betrachtungszeitraum.

Microsoft dominierte die 1990er Jahre mit Software, die die Büros digitalisierte. Das erste Jahrzehnt im 21. Jahrhundert wird durch die Verbreitung von Internet-Technologie geprägt (hier gemeint als Einrichtung und Ausbau der Netzwerke durch Player wie Cisco, Nokia, Comcast etc.). Derzeit dominiert der mit Apple verbundene Ansatz der Endgeräte als Treiber für die Entwicklung.

Was kommt als nächstes, fragt Greg Satell von der Digital Toronto in seinem lesenswerten Artikel What can we expect from the next decade of technology? Man vermutet: Das Internet der Dinge, die komplette Vernetzung aller Lebensbereiche durch Sensorik. „Technology will cease to be something we turn on and off, but will become an inextricable part of not only our environment, but ourselves“.

Was vielleicht ab 2020 zu einem Massenphänomen werden wird, ist natürlich heute schon in Ansätzen und Technologien verfügbar. Es sind letztlich vier Gesetze der Digitalisierung, die aus dieser Saat ein Massenphänomen machen werden:


  • Moore’s Law: Die Leistungsfähigkeit von Computerchips verdoppelt sich etwa alle 18 Monate. Dadurch wird Rechenleistung billiger und ebnet komplexen Anwendungen den Zugang zum Massenmarkt.
  • Kryder’s Law: Die Kapazität von Speichermedien verdoppelt sich alle zwölf Monate. Damit wird die Größe von Daten zunehmend unwichtig und die Kosten für das Vorhalten großer Datenmengen verlieren an Bedeutung.
  • Nielsen’s Law: Die Bandbreiten in den Netzwerken verdoppeln sich alle 21 Monate. Damit wird mehr und schnellerer Datenverkehr möglich.
  • Caveman Law: Michio Kaku stellate fest: Immer wenn es einen Konflikt zwischen moderner Technologie und grundlegenden Bedürfnissen, wie sie schon die Höhlenbewohner hatten, gibt, dann gewinnen die primitiven Bedürfnisse. Das schließt Satell: „Our devices will become not only vastly more powerful, but also more natural and eventually disappear altogether. Effective computing will become less dependent on expertise and more a function of desire“.

Greg Satell führt die Überlegungen weiter und skizziert die Umrisse eines neuen Paradigmas der Digitalisierung. Am Beispiel des 3D-Drucks zeigt er auf, dass der Informationsgehalt von Produkten (die Konstruktion des Artefakts) viel wesentlicher ist als der phyische Körper des Produkts. Das, was man als Open Source Software kennt, wird im Umfeld von Produkten zu Open Hardware führen. Nicht mehr die kapitalintensiven Produktionsstätten entscheiden über den Erfolg von Ideen, sondern Ideen können einfach und kostengünstig per additivem Druckverfahren quasi überall hergestellt oder zumindest als Prototyp umgesetzt werden.

Die Technologiemärkte der letzten zwanzig Jahre wurden von Tekkies und Startups dominiert. Man entwickelte etwas in der Garage und konnte damit die Welt erobern. Satell glaubt, dass diese Zeit vorüber ist: „That’s changing as devices and applications are becoming secondary to platforms“.

Satells geht vielmehr davon aus, dass sich die Technologiemärkte in Zukunft stärker an der Pharmabranche orientieren werden. Milliardenschwere und langfristige Entwicklungen werden nötig, um neue Impulse und disruptive Veränderungen auszulösen. 

Genauso wichtig wie das aktuelle Produkt-Portfolio werde die Produkt-Pipeline, die Auskunft darüber gibt, ob Technologieunternehmen Potenzial haben. „Whereas previous tech waves transformed business and communication, the next phase will be marked by technology so pervasive and important, we’ll scarcely know it’s there“.

Dienstag, 8. Oktober 2013

Medienmanagement, ein Lehrbuch

Medienmanagement, ein Lehrbuch. Das war das Ergebnis eines Gesprächs im Juli 2012 mit dem Springer VS Verlag. Man wollte ein Lehrbuch zum Thema Medienmanagement und ich brauchte ebenfalls eines, denn ich wollte eine fundierte Basis, auf der ich meine Lehrtätigkeit als Professor für Medienmanagement aufbauen kann.

Jetzt, 15 Monate später, ist das Manuskript fertiggestellt. Die Statistikfunktion der Textverarbeitung bringt das Ergebnis quantitativ auf den Punkt:
  • 358 Seiten
  • 138.528 Wörter
  • 923.284 Zeichen ohne Leerzeichen
  • 4.239 Absätze
  • 1.231 Stichwörter im Index
  • 92 Abbildungen
  • 16 Tabellen

Wie viel Kaffee für die Erstellung benötigt wurde, hat die Textverarbeitung allerdings nicht festgehalten.

Inhaltlich habe ich das Medienmanagement-Lehrbuch in drei große Teile gegliedert. Es geht zunächst um Medienmanagement als Instrument im Marketing-Mix, was man auch unter dem Begriff der externen Unternehmenskommunikation verhandelt. Medienmanagement in diesem Zusammenhang heißt: Einsatz von Medien, um Markt und Öffentlichkeit zu beeinflussen und damit im Ergebnis Vorteile im Wettbewerb zu erzielen und besser zu verkaufen.

Hier baue ich auf dem Modell strategischer Unternehmenskommunikation auf, das für das Marketing-Instrument Kommunikation vier Handlungsfelder beschreibt: Werbung, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, Direktansprache, um Kundenbeziehungen zu festigen, Public Relations, um Einverständnis für die unternehmerische Leistungserbringung zu erreichen, und Societal Relations, um Unterstützung relevanter gesellschaftlicher Gruppen sicherzustellen.

Im zweiten Teil wird Medienmanagement als Führungsaufgabe im Unternehmen beschrieben. Führungskräfte in Unternehmen aller Branchen müssen tagtäglich Medien einsetzen, um Resultate zu erzielen. Kommunikation ist  das wichtigste und wirksamste Instrument, das ein Manager einsetzen kann, um im Unternehmen zusammen mit den Mitarbeitern den Einsatz von Ressourcen so umzusetzen, dass das Unternehmen dauerhaft profitabel arbeitet.

Für die Nutzung von Medienmanagement als Führungsaufgabe entwerfe ich ein Modell der internen Unternehmenskommunikation, das sich in vier verschiedenen Dimensionen mit jeweils drei unterschiedlichen Ebenen gliedert: Die Aufgaben von Medienmanagement sind Delegation in Bezug auf Hierarchie, Adaption in Bezug auf Kooperation, Redundanz in Bezug auf Umweltstabilität und Emergenz in Bezug auf Umweltflexibilität. Die Ausgestaltung erfolgt dabei entweder auf Ebene der Interaktion als formelle Kommunikation, auf Ebene der Organisation als formalisierte Kommunikation oder auf Ebene der Funktion als formale Kommunikation. In der so entstehenden Zwölf-Felder-Matrix werden jeweils typisch einzelne Kommunikationsinstrumente vorgestellt, z.B. Meetings, Projektkommunikation, Verhandlungsführung, Corporate Identity und Design Thinking.

Der dritte Teil des Medienmanagement-Lehrbuchs schließlich beschäftigt sich mit dem Spielfeld, auf dem der Medienmanager tätig ist: der Öffentlichkeit. Hier wird zunächst skizziert, was Kommunikation ist und wie Medien Kommunikation unterstützen. Dann geht es um klassische Arbeitsfelder der Medien- und Kommunikationswissenschaft: Wirkungstheorien, Thematisierung, Nachrichtenfaktoren, das Berufsfeld des Journalismus und schließlich auch um Fragen, welchen Einfluss Medien auf Macht, unseren Begriff von Realität und als ökologische Umweltbedingung der Menschheit haben.

Derzeit lektoriert Springer VS das Manuskript für die Veröffentlichung im ersten Quartal 2014. Bis dahin werde ich die Zeit nutzen und einige Aspekte aus dem Lehrbuch Medienmanagement aufgreifen und herausgelöst hier im DocBlock vorstellen und erörtern.





Apropos: Das Lehrbuch Medienmanagement wird offiziell folgenden Titel tragen: Medienmanagement und öffentliche Kommunikation. Der Einsatz von Medien in Unternehmensführung und Marketing.

Montag, 7. Oktober 2013

Nachrichten-Apps: Flop mit Ansage

BILD und Welt für iPad – eine Erfolgsstory? Wenn man Springer-Manager hört, wohl schon. Doch man kann berechtigte Zweifel haben, inwieweit Nachrichten sich für die redaktionelle Zusammenstellung unter einer Verlagsmarke eignen.

Solche Zweifel gut begründet hat jetzt Jon Lund in einem Beitrag auf GigaOM. Unter Bezugnahme auf aktuelle Daten der Marktforschung geht man für den US-Markt davon aus, dass im Durchschnitt 41 Apps pro Gerät installiert sind, aber nur 8 davon täglich genutzt werden. Wie hoch ist nun die Wahrscheinlichkeit, dass es eine Nachrichten-App zu dieser Riege der Power-Apps schafft? Wahrscheinlich gering, denn Nachrichten kommen ohnehin über Facebook, Tumblr, YouTube, Twitter und ähnliche aufs Gerät. Eine eigenständige Nachrichten-App, die regelmäßig genutzt würde, müsste also schon mit jeder Menge zielgruppennahen exklusiven Informationen punkten.

Aktuelle Zahlen untermauern diese Einschätzung. Obwohl mittlerweile mehr Tablets verkauft werden als Laptops, schafft es kaum eine renommierte Medienmarkt zu einer Erfolgsstory. Apple allein verkauft pro Quartal 15-20 Mio. iPads. Es gibt also sehr viele „Akzeptanzstellen“ draußen in der Welt. Bei den meisten Medienmarken liefert die digitale Ausgabe allerdings nur einen einstelligen Prozentanteil an der gesamten Verbreitung.

Die App-Nutzer sind zudem oft keine digitalen Neukunden, sondern kommen von der alten Printwelt und wechseln jetzt – meist zu günstigeren Konditionen – die Darreichungsform. Echte neue Leser – also vor allem die jüngeren, die Zeitungen nur noch von ihren Großeltern kennen – werden über die Apps nicht gewonnen. Und im Vergleich zu den Lesern im „freien“ Web, sind die App-Verkäufe äußerst sparsam. Dazu bringt Jon Lund ein schönes Beispiel: „Wired, for instance, launched its tablet edition in May 2010. The total number of paid subscriptions reached 850,000 by the end of 2012 — but only 102,000 of those are coming from digital. Both numbers fade against the number of monthly unique users to Wired’s website: nearly 20 million”.

In diesem Kontext weise ich auch auf meinen Beitrag zu den App Times im Mobile Publishing hin, wo ich zu ähnlichen Aussagen gekommen bin. Der Wert von Nachrichten sinkt mit ihrer Verfügbarkeit. Je geringer der Wert von Nachrichten, desto geringer die Zahlungsbereitschaft. Der Weg der Nachrichtenbranche kann also ausschließlich in Richtung Reichweitenvermarktung gehen. Adieu Vertriebserlöse...

Mittwoch, 18. September 2013

Studenten, Fernsehen und das Netz

Was machen eigentlich die jungen Leute heute so, wenn sie Fernsehen gucken? Die wenig überraschende Nachricht aus den USA: Sie spielen, mailen und surfen auf ihren Smartphones, Tablets oder Laptops. Der Fernseher dient 8 von zehn Studenten als Hintergrundkulisse und Stichwortgeber, die Aufmerksamkeit aber liegt auf dem Second Screen. Die Folge: Im Vergleich zu 1970 müssen Teens und Twens heute ungefähr mit der dreifachen Menge an Informationen umgehen. Ob das zu besserer Lebensqualität oder höherer Leistungsfähigkeit führt? God knows ... Schöne Infografik auf jeden Fall...

Teens on Screens
Courtesy of: OnlineSchools.com

Mittwoch, 3. Juli 2013

20 Tipps für eine erfolgreiche Facebook Business Seite

Auch in Bulgarien kennt man sich mit Social Media aus. Lyubcho Kostadinov aus Sofia ist die folgende Infografik zu verdanken, die die wichtigsten Tipps für eine erfolgreiche Facebook Business Seite zusammenfasst. Social Media Marketing ohne eigene Business Page ist wie eine Visitenkarte ohne Namen – eigentlich kaum denkbar. Daher sollte man diese zwanzig Erfolgstipps berücksichtigen und prüfen, ob die eigene Facebook Business Seite diesen Kriterien standhält.

20 Erfolgstipps für Ihre
Facebook Business Seite
Quelle: lyubcho.com

1. Zuerst: An die Basisinformationen denken

Bevor man etwas anderes tut, sollte man erst einmal alle relevanten Basisinformationen zusammenstellen. Was sind die hard facts, die Facebook-Nutzer interessieren könnten: Natürlich neben einer Kurzbeschreibung des Unternehmens vor allem die Kontaktdaten: Email, Telefon, Webseite und komplette Adresse.

2. Das Titelbild für den perfekten ersten Eindruck

Ein gutes Titelbild sollte die Besucher Ihrer Facebook Business Seite emotional ansprechen. Farben und Gesichter transportieren Emotionen am besten.

3. Das Profilbild muss leicht wiedererkennbar sein

Posts, die man selbst schreibt, warden in anderen Facebook-Seiten mit dem Profilbild gekennzeichnet. Das Profilbild sollte also wie ein Logo oder wie ein Icon möglichst ausdrucksstark, trennscharf und wiedererkennbar sein.

4. Bei Facebook geht es um Kommunikation

Eine Facebook Business Seite ist nichts, wenn sie nicht als ausgangspunkt nimmt, möglichst viel mit seinen Kunden und Interessenten zu kommunizieren. Beantworten sie so viele Fragen wie möglich und so schnell wie möglich Und unterhalten Sie sich mit ihren Fans.

5. Binden Sie Ihre Fans mit ein

Nicht die Anzahl der Likes entscheidet über einen erfolgreichen Facebook-Auftritt, sondern der Grad, mit deme s Ihnen gelingt, Ihre Fans an Sie zu binden. Posten Sie in Ihrem Facebook-Auftritt Qualitätsinhalte, die sich zum Weiterverbreiten eignen und stellen Sie Ihren Fans Fragen.

6. Seien Sie visuell

Social Media lebt von Bildern und Facebook ist Social Media in Reinform. Veröffentlichen Sie niemals Texte ohne Bild.

7. Seien Sie abwechslungsreich …

Wenn Ihre Facebook-Beiträge ausschließlich Eigenwerbung sind, ist Ihre Facebook Business Seite nur eines: langweilig. Bieten Sie unterschiedliche Inhalte, aus der Entwicklung, von anderen Kunden, aus dem Markt usw.

8. … aber bleiben Sie dabei spezifisch

Auch wenn es immer noch SEO-Experten gibt, die meinen lange Texte sind per se gute Text: Bei Social Media geht es darum, weiterverbreitet zu werden. Wer etwas wichtiges zu sagen hat, macht nicht viele Worte. Dieser ehemalige BILD-Slogan gilt zu 100% auf Facebook.

9. Overposten Sie Ihre Fans nicht

Eine Facebook Business Seite sollte nicht in den Verruf kommen, eine Quelle für Spam zu sein. Experten raten nicht mehr als 2-4 Posts pro Tag zu veröffentlichen.

10. Seien Sie hilfreich

Posten Sie Inhalte, die Sinn machen. Beiträge wie “Ich habe gerade ein Foto hochgeladen” sind wenig hilfreich. Liefern Sie Inhalt, der für Ihre Fans einen Nutzen hat – und sei es nur, dass Sie darüber lachen können.

11. Seien Sie ehrlich

Leben in sozialen Netzwerken im Internet ist wie Leben in sozialen Netzwerken in der Realität. Soll heißen: so wie im direkten Vieraugengespräch Menschen nicht anlügt, so sollte man es auch auf Facebook halten. Geben Sie Ihren Fans keinen Anlass, Sie zu hassen.

12. Bleiben Sie berechenbar

Ihre Fans haben eine gewisse Erwartung, wenn Sie auf Ihre Facebook Business Seite gehen. Sie wollen wissen, was ihr Geschäft ist und was es Neues zu Ihrem Geschäft gibt. Sie brauchen nicht über das Wetter zu posten, sondern sollten das sagen, was ihre Kunden von Ihnen erwarten.

13. Moderieren Sie Ihre Seite moderat

Spam oder Beleidigung dürfen Sie von Ihrer Facebook Business Seite natürlich entfernen, aber kritische Kommentare gehören zum Leben. Wenn Sie diese löschen, werden Sie nur mehr negative Kommentare erhalten (Streisand Effekt).

14. Bleiben Sie aktuell was die Facebook-Features angeht

Facebook ist nicht ein statisches System, das alle zwei Jahre eine neue Version veröffentlicht. Facebook kann sich im Tagesrhytmus ändern. Kommen Änderungen im Interface, sollten Sie diese schnell und gut für sich nutzen.

15. Befüttern Sie Facebook nicht automatisch

Vielfach warden Facebook Business Seiten automatisch durch Twitter oder RSS Feeds befüttert. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, sollten Sie das nicht tun. Ihre Fans wollen mit Ihnen in Kontakt sein und nicht eine neue Form eines RSS-Readers im Facebook Look & Feel sehen.

16. Schreiben Sie möglichst ohne Fehler

Nur weil Facebook jugendlich und cool ist, heißt das nicht, dass man auf einer Facebook Business Seite keinen Wert auf Formalitäten legen sollte. Rechtschreibfehler wirken immer – auch auf Facebook – als Zeichen mangelnder Bildung oder mangelnden Interesses am Leser.

17. Nutzen Sie Facebook Insights

Nur wer analysiert, wird auch etwas lernen und über die Zeit seinen Umgang mit der Facebook-Plattform verbessern. Nutzen Sie aktiv die Analysetools von Facebook und ziehen Sie aktiv Ihre Schlüsse daraus und ändern Sie Ihr verhalten.

18. Jeder Like ist wichtig

Ein Like ist schnell gegeben und man kann Facebook-Likes auch kaufen. Aber ein organischer Like ist schon etwas ganz Besonderes: Ein Kunde teilt Ihnen damit mit, dass er ihr Unternehmen und Ihre Produkte mag und zwar so sehr, dass er bereit ist, dafür ein öffentliches Statement abzugeben.

19. Nutzen Sie Facebook Werbung

Wenn Sie dauerhaft auf Facebook erfolgreich sein wollen, sollten Sie auch mit Facebook Ads experimentieren. So wie man mit SEO nicht alle Probleme der Visiblity lösen kann und seine Maßnahmen mit SEA ergänzen sollte, so verhält es sich auch auf Facebook: Sie benötigen Aufmerksamkeit über die aktive und eng zugeschnittene Zielgruppe hinaus.

20. Nutzen Sie Promoted Posts

Man kann Dauerhaftigkeit und Sichtbarkeit von Posts auf Facebook mit Promoted Posts erhöhen. Testen Sie, ob Ihnen das hilft.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Der perfekte Social Media Post bei Facebook, Twitter ua

Welche Eigenschaften hat der perfekte Post in einem Social Media Network? Welche Kriterien kann man anlegen, um einen Beitrag bei Facebook, Twitter, Google + oder Pinterest so zu gestalten, dass er gute Aussichten auf Verbreitung hat? Zu welchen Zeitpunkten kann man am besten welches soziale Netzwerk mit neuen Posts befüttern?

Die Social Media Agentur mycleveragency hat zentrale Erkenntnisse für erfolgreiche Social Media Einträge in einer übersichtlichen Infografik zusammengefasst. Empfehlenswert, speziell für Einsteigs ins Thema Social Media Marketing.

mycleveragency Social Media Perfect Post Infographic
Quelle: http://www.mycleveragency.com/2013/06/how-to-create-the-perfect-social-media-posts/

Montag, 24. Juni 2013

Digital News Report: Junge informieren sich mehrheitlich im Netz


Junge Menschen, hier verstanden als Altersgruppe von18-44 Jahre, nutzen als erste und wichtigste Nachrichtenquelle das Internet, erst dann folgt das Fernsehen. Dies ist eine der empirisch erhobenen Fakten des Digital News Report2013, den das Reuter Institute fort he Study of Journalism jetzt vorlegte. Damit bestätigt sich die Aussage, dass das 2012 das Leitmedium Fernsehen endgültig durch das Internet abgelöst wurde.

Wer unter 45 Jahre alt ist, für den ist das
Internet die Hauptnachrichtenquelle
(Digital News Report 2013)
Interessant bei einem Blick auf das Nachrichtengeschäft ist natürlich auch der Erfolg von Printangeboten. Während 50% des gesamten Samples trotz des Fokus auf Information im Internet angab, in der letzten Woche zumindest auch einmal eine Zeitung gekauft zu haben, sind es nur 5%, die für die digitale Bereitstellung eines Inhalts gezahlt haben.

In einem speziellen Bericht zum Zahlverhalten stellt der Digital News Report 2013 fest, dass ein Großteil der Nachrichtennutzer im Internet noch nie für digitale Inhalte gezahlt hat. In Deutschland geben 88% an, noch keine „digital news“ gekauft zu haben, weitere 2% sind sich unsicher. D.h. gerade einmal 10% haben irgendwann in ihrem Online-Leben irgendeine Art von Nachricht für irgendeinen Preis gekauft.

Ebenfalls interessant vor dem Hintergrund der klassischen Gatekeeper-Modelle: Wer steuert den Zugang zu Nachrichten im Internet? Hier gibt es zwischen den untersuchten Ländern gravierende Unterschiede. Während in Frankreich und Deutschland vor allem Suchmaschinen die Leute zu den Nachrichten bringen, übernehmen diese Funktion in Brasilien und Spanien die sozialen Netzwerke. In Japan wiederum wird ein Großteil des Nachrichtenzugangs über Portale und Aggregatoren wie Yahoo News geleitet.

Die Top-Nachrichtenquellen der Deutschen im Internet (Digital News Report 2013)
Ebenfalls interessant ist die Sonderauswertung über die genutzten Quellen für Nachrichten, die man im Internet rezipiert. Hier zeigt sich auf der einen Seite, dass bestehende Marken aus der Offline-Welt wichtig sind für Reputation und Glaubwürdigkeit der Quelle. Andererseits sieht man auch, dass im Internet andere Nachrichtenquellen genutzt werden als in der Offline-Welt. Während offline z.B. das Tagesschau und heute ganz vorne spielen, sind es online Spiegel, Bild und N24.

Den gesamten Digital News Reports 2013 (Umfang 122 Seiten, Format PDF) kann man kostenfrei herunterladen.

Samstag, 22. Juni 2013

App Store Marketing: SEO für den App Store

Suchergebnisse im App Store bringen die meisten Zugriffe
Quelle: MOZ

Der Wechsel vom stationären zum mobilen Internet ist massiv und in dieser Übergangsphase sind Apps der zentrale Anker zwischen Anbietern und Nachfragern von Information. Doch wie kann man sicherstellen, dass unter den Millionen von Angeboten die eigene App gefunden und genutzt wird?

Hier greift die so genannte App Store Optimization (ASO) an. Man versucht, seine App so einzustellen, dass die Trefferwahrscheinlichkeit bei einer Suche im App Store zu möglichst guten Ergebnissen führt. Da unterscheidet sich App Store Marketing kaum von normalem Online Marketing: Den größten Erfolg, um Besucher und Nutzer zu steigern, ist die Auffindbarkeit im jeweiligen Ökosystem.

Das belegen ganz klar Untersuchungen großer Maktforschungsunternehmen wie Nielsen und Forrester: Gut zwei Drittel der Nutzer ein App kommen über die jeweilige Store Search.

Ian Sefferman hat jetzt bei MOZ einen interessanten und praktisch sehr gut anwendbaren Einstieg in die App Store Optimization geschrieben. Daraus einige Tipps in Kurzform:

On-app Metadaten

  • der App Titel ist der wichtigste Faktor für das Ranking im Suchergebnis eines App Stores.
  • App Beschreibung. Die Empfehlung: Die Beschreibung in zwei Teilen anlegen. Erst in 1-2 Sätzen beschreiben, was die App macht und was ihr Nutzen für den Kunden ist. Dann die wichtigsten Funktionen und Beweise wie Testsiegel oder Kundenstimmen ergänzen
  • Keywords sind bei Apple iOS auf 100 Zeichen beschränkt. In dieser Länge kann man iTunes darüber informieren, was die App macht. Dafür sollte man einzelne Worte und nicht etwa Sätze benutzen. Die Schlüsselwörter wählt man nach thematischer Relevanz und Suchhäufigkeit aus. Man sollte keine Phrasen (also zwei und mehr Wörte) verwenden, sondern nur einzelne Wörter. Daraus bildet Apple selbst die relevanten Wortkombinationen. Und man sollte nicht die Schlüsselbegriffe verwenden, die schon im Titel enthalten sind. Keywords trennt man mit Kommas und man lässt keine Leerzeichen.
  • das Icon ist das erste visuelle Erscheinungsbild, das ein möglicher Verwender von der App bekommt.
  • Screenshots sind im App Store keine Screenshots, sondern Bildmarken und Werbemotive. Man kann also auf Screens auch zusätzliche Texte, Slogans etc. integrieren und so die Geschichte der App erzählen.

Off-app Metadaten


  • das Rating bestimmt wesentlich die Stelle, die eine App im Ranking einnimmt. Man sollte eine App erst dann veröffentlichen, wenn man sicher ist, dass die Nutzer begeistert sind und eine gute Bewertung abgeben
  • Reviews: Für die ausformulierten Kundenbewertungen gilt dasselbe7

Unterschiede zwischen iOS und Android


Die Plattformen gehen unterschiedlich mit Suchergebnissen in ihren Stores um. Das sollte man wissen. Z.B. berücksichtigt Google Play auch das Ranking der Webseite des Herausgebers (bzw. der hinterlegten Detailseite), was Apple nicht macht.

Mittwoch, 19. Juni 2013

Marketing-Farbenlehre: Welche Farben funktionieren?

Die Wirkung von Farben ist ein lange untersuchtes Feld, schon Goethe beschäftigte sich damit. Speziell im Marketing geht es auch immer wieder um die Frage, mit welchen Farben man welche Zielmärkte ansprechten sollte. Eine interessante Infografik zu diesem Thema hat Sean Work von KISSmetrics zusammengestellt.

Ok, die Erkenntnisse sind weder wirklich neu noch wirklich überraschend, dafür aber schön übersichtlich dargestellt. Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Männer hassen braun
  • Frauen lieben Lila/Violett
  • Männer "denken" nur in Grundfarben, Frauen deutlich differenzierter
  • Geld und orange sind "billig", schwarz und blau "teuer"
  • Männer mögen klare, leuchtende Farben, Frauen eher abgetönte, sanfte Farben

Und hier die Infografik mit aktuellem Wissen aus der Marketing-Farbenlehre:

Marketing-Farbenlehr, Quelle: KISSmetrics

Mittwoch, 5. Juni 2013

2,5 Milliarden Menschen lesen täglich Zeitung

Die Tageszeitung ist nicht tot, jedenfalls nicht, wenn man sich den Weltmarkt anschaut. Immerhin 2,5 Milliarden Menschen greifen täglich zur gedruckten Zeitung, da ist also etwa soviel wie alle Internetnutzer zusammen. Damit generiert die Zeitungsbranche weltweit immerhin stolze 200 Milliarden USD Umsatz im Jahr (zum Vergleich: Apple allein macht derzeit knapp 160 Milliarden Dollar Umsatz). Und im weltweiten Bezug sind die Auflagen im Vergleich zum Vorjahr gerade einmal um 0,9% zurückgegangen.

Diese Zahlen legte der Zeitungsweltverband WAN-IFRA Anfang Juni 2013 auf dem Weltzeitungskongress in Thailand vor.

Aber wie sagt man so schön: Man (die Leser) geben Gewohnheiten (das Zeitungslesen) nicht so schnell auf und in manchen Märkten gibt es sogar echtes Wachstum. So ist China seit 2012 der größte Zeitungsmarkt der Welt, so berichtet der Branchendienst Meedia: Täglich werden in China 114,5 Millionen Tageszeitungen verkauft.

Besorgniserregend dagegen für die Verlage: Die Werbeerlöse brechen weg. Im größten Werbemarkt der Welt, den USA, haben die Tageszeitungen in den letzten fünf Jahren 42% an Werbeumsatz verloren. Da kommen West-Europa mit minus 23,3% und OSt-Europa mit minus 30,3% noch vergleichsweise glimpflich davon.

Vincent Peyrègne, CEO der WAN-IFRA, bringt auf den Punkt, welchen Weg Zeitungen vor allem mit kleinen Auflagen - also lokale und regionale Blätter - gehen müssen: “The fragmentation of the market is a threat for our business model, but an opportunity to come back to our core mission and values: empowering free citizens, by providing them with the news and information necessary to make informed decisions in society”.

Dienstag, 4. Juni 2013

SEO: Die wichtigsten Grundlagen auf einen Blick

Suchmaschinenoptimierung oder kurz SEO (Search Engine Optimization) ist eines der zentralen Erfolgselemente, damit neue potenzielle Kunden (Leser, Interessenten, Mitglieder, Mitarbeiter etc.) ein Unternehmen genau dann finden, wenn sie sich für das Angebot des Unternehmens interessieren. D.h.: Kaum Streuverluste und hohes Aktivierungspotenzial, also perfekte Bedingungen, um "die Suchenden" zu neuen Kunden machen.

Doch nach wie vor tun sich speziell kleinere Unternehmen sehr schwer mit der Logik, mit der Google entscheidet, welche Seiten in den Suchergebnissen (SERP, Search Engine Result Pages) wo auftauchen.

Eine schöne Infografik stellt die wichtigens Einsichten in die SEO-Maßnahmen zusammen, die man auf seiner eigenen Seite auf jeden Fall überprüfen bzw. ggf. einrichten sollte. Wer nicht selbst SEO-Spezialist werden will, kann mit dieser kompakten Aufstellung schnell ein gutes Grundverständnis ist das Suchmaschinenmarketing aufbauen.

By the way: Ebenfalls für einen schnellen Überblick über SEO empfehle ich immer Googles internes SEO-Handbuch, mit denen das Unternehmen für seine eigenen Dienste sicherstellt, dass die Seiten für die Suchmaschinen gut auffindbar und indizierbar sind. Zum Google-SEO-Guide.

SEO auf einen Blick, Quelle: backlinko

Wie schreibe ich eine gute wissenschaftliche Arbeit

Heute kam im Studienbetrieb bei den „Ersties“ die durchaus berechtigte und immer wieder gestellte Frage auf: Was ist eine eigentliche wissenschaftliche Arbeit (Studienarbeit, Hausarbeit, Bachelor’s Thesis oder Master’s Thesis). Wie es so meine Art ist, habe ich die Frage zurückgespielt ans Plenum und gefragt, was die Studenten denn meinen, was eine wissenschaftliche Arbeit auszeichne.

Die ersten Antworten (also das erste, was junge Studenten mit wissenschaftlichem Arbeiten assoziieren) gingen in die Richtung: „Wissenschaftliches Arbeiten ist, wenn man Quellen angibt und Fußnoten setzt“. Man mag verstehen, dass in Folge der Plagiatsaffären unserer Politiker-Elite möglicherweise der Eindruck in der Öffentlichkeit entsteht, dass wissenschaftliches Arbeiten vor allem eines ist: Nicht abschreiben. Und wenn doch, dann die richtige Quellen angeben. Doch das ist nicht der Kern wissenschaftlichen Arbeitens.

Ein weiteres Kriterium für wissenschaftliches Arbeiten, dass ganz besonders schnell genannt wird, lautet: „Man darf alles zitieren, aber nie die Wikipedia“. Sicher, die Wikipedia ist wie jedes Lexikon zunächst einmal ein Lexikon und kein eigener wissenschaftlicher Beitrag zu einem Diskurs. Weiterhin ändert sich die Wikipedia ständig. Aber da es eine einsehbare Versionshistorie gibt ist die Wikipedia genauso zitabel wie es der Duden ist. Nur: So selten wie man den Duden in einer wissenschaftlichen Arbeit heranzieht, so selten wird man wohl auch die Wikipedia nutzen. Doch: Auch das ist nicht der Kern wissenschaftlichen Arbeitens.

Das dritte Kriterium, das Erstsemestern schnell über die Lippen geht, lautet: Wissenschaftliches Arbeiten braucht eine umfangreiche Gliederung mit vielen einzelnen Gliederungspunkten. Wie gut, dass offensichtlich kaum einer heute noch Bücher liest, dann wäre er überrascht, wie wenig Gliederungspunkte wirklich wichtige wissenschaftliche Beiträge haben. Viele Gliederungspunkte haben zumeist Lehrbücher. Wissenschaftliche Arbeiten haben oft eine relativ simple Gliederung. Aber selbst wenn eine Arbeit ausführlichst und im Detail gegliedert ist, ist sie noch nicht wissenschaftlich.

Was ist wissenschaftliches Arbeiten? Das wissenschaftliche Arbeiten ist eine Methode, wie man sich mit einem Thema auseinandersetzt. Und die wissenschaftliche Arbeit ist ein in der Regel textbasiertes Produkt, das diese wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas in überprüfbarer Weise darstellt. Man erstellt als Ergebnis seiner wissenschaftlichen Arbeit eine Studienarbeit oder Thesis. Die Studienarbeit, Hausarbeit oder Thesis selbst ist aber nicht „wissenschaftliche Methodik“, sondern sie ist die Dokumentation, dass man ein Thema mit wissenschaftlicher Methodik bearbeitet hat.

Der Kern wissenschaftlichen Arbeitens und damit auch einer wissenschaftlichen Ausarbeitung ist immer (!) ein Erkenntnisinteresse. Dieses Erkenntnisinteresse spiegelt sich im Thema (dem Titel) der wissenschaftlichen Arbeit wider: Was will man untersuchen? Welches Problem interessiert einen? Dieses Thema muss weder aktuell, noch groß, noch spektakulär, noch spannend sein. Es soll lediglich eine Frage stellen, die so im Detail noch nicht gestellt wurde, weshalb die Beantwortung dieser speziellen Frage neue Erkenntnis produziert.

Das heißt im Umkehrschluss: Eine wissenschaftliche Arbeit ist z.B. keine Nacherzählung und auch kein Schulaufsatz im ‚Sinne „Alles was mir zum Thema X über den Weg gelaufen ist, schön illustriert mit bunten Bildern“.

Hat man ein Erkenntnisinteresse und damit ein Thema, beginnt der zeitaufwändige Teil wissenschaftlichen Arbeitens: Man muss recherchieren und das ist ganz ähnlich wie bei seriösem Journalismus: Wissenschaftliches Arbeiten heißt gute Quellen finden, diese gut auswerten und die Auswertung gut anwenden. Entweder, indem man aus seinen Quellen sein Erkenntnisinteresse stillen kann, oder indem man aus den Quellen ableitet, wie man sein Erkenntnisinteresse anders – z.B. durch eine eigene Umfrage oder ein Experiment – überprüfen kann.

Wie beim Journalismus auch gilt beim wissenschaftlichen Arbeiten die Faustregel: die Recherche ist deutlich aufwändiger als das Schreiben des späteren Texts. Benötigt man keine eigene Empirie (Feldforschung) oder Experimente (Labor) kann man ungefähr davon ausgehen, dass die Recherche 70% des zeitlichen Aufwands ausmachen.

Die Recherche führt dazu, dass man in der Lage ist, sein Erkenntnisinteresse in Form eines einfachen Dreischritts „durchzuführen“: Man erstellt eine Hypothese (leitende Aussage), belegt diese mit relevanten Quellen (Relevanz heißt hier: dem aktuellen Forschungsstand entsprechend und eingepasst in das jeweilige akademische Fachgebiet) – heißt also: baut eine Argumentationskette auf – und kommt schließlich zu einem Ergebnis. Daraus leitet sich völlig natürlich die Gliederung ab: Was will ich wissen, auf welche Erkenntnisse beziehe ich mich bei meinem Lösungsansatz und was heißt das im Ergebnis.

Das ist der Kern wissenschaftlichen Arbeitens. Die formale Ausgestaltung in einen Text (die wissenschaftliche Arbeit) ist dann nur noch Formsache. Und dabei gilt es die Form zu wahren, sprich: seine Argumentation nachvollziehbar zu gestalten und klar auszuweisen, was man selbst gedacht hat und was von anderen stammt. Dafür gibt es ein riesiges Arsenal an Ratgebern. Recht ordentlich und praktisch zu gleich: Der Leitfaden für wissenschaftliches Arbeiten von Martin Albert und Lukas Nock, den man sich im Internet kostenfrei herunterladen kann.

Abschließend ein äußerst praktischer Hinweis für Studienanfänger: Stellen Sie sich vor, Sie sollen ein Gedicht schreiben. Was würden Sie ganz intuitiv machen? Klar, Sie würden einige Gedichte lesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie Gedichte aussehen, sich anfühlen, sich anhören, auf Sie wirken.

Frage: Stellen Sie sich vor, Sie sollen erstmals eine wissenschaftliche Arbeit verfassen, was könnte sehr hilfreich sein? Klar, Sie sollten vielleicht vorher mal 2-3 wissenschaftliche Texte lesen.

Welche Texte das sind, ist fast egal. Damit Sie aber erst gar nicht lange suchen müssen, anbei fünf Einstiegstexte, mit denen Sie möglicherweise ein Gefühl bekommen, wie man die Ergebnisse wissenschaftlichen Arbeitens in die Form einer wissenschaftlichen Arbeit überführt (wobei man am letzten Text sieht, dass man durchaus auch als Praktiker wissenschaftlich arbeiten kann und diese sogar schon vor rund hundert Jahren):

Mutinga, Daniel G. / Moorman, Marjolein / Smit, Edith G. (2011): Introducing COBRAs. Exploring motivations for brand-related social media use.

Sommeregger, Maximilian (2010): CSR 2.0 – Soziale Online-Spendenplattformen als neues Instrument für Corporate Giving. Eine Untersuchung am Beispiel ww.betterplace.org

Kreutzer, Ralf T. / Hinz, Jule (2010): Möglichkeiten und Grenzen von Social Media Marketing

Wortmann, Frank (2006): Die Bedeutung der internen Kommunikation für multikulturelle Unternehmen. Eine praxisgestützte Analyse am Beispiel der Mitarbeiterzeitung der EADS.

Lippman, Walter (1922): Public Opinion.

Sonntag, 26. Mai 2013

Mobile Business ändert die Marktbedingungen fundamental

Slide auf B. Evans Präsentation, Quelle: Business Insider
Benedict Evans, Analyst bei Enders Analysis, hat eine sehr bemerkenswerte Präsentation für die BookExpo America vorbereitet, die vorab online anzuschauen ist . z.B. bei Business Insider.

Die Präsentation zeigt eindrucksvoll, mit welcher Macht die mobile Branche die Märkte fundamental beeinflusst. Vier Spieler dominieren mit ihren Ökosystemen den Markt und haben ehemalige Größen wie Microsoft, Sony, Nokia und Co. völlig ins Aus gestellt.

Mittwoch, 22. Mai 2013

Infografiken im Marketing: 10 Praxistipps fürs SEO

Durch das Quasimonopol der Google-Suchmaschinen im deutschsprachigen Raum ist man in oft der Ansicht, Bilder sind schmückendes Beiwerk, während die Texte den eigentlichen Erfolgshebel für das Auffinden der Seite und damit auch die Views und Klicks zuständig ist.

Das dem nicht so ist, zeigt eine schöne Infografik von National Positions. Die Marketing-Agentur fand heraus, dass eine gut gemachte Infografik rund fünf Mal soviele Aktionen auslöst als ein traditioneller Text-Post. DIes liegt wahrscheinlich daran, dass eine Infografik sich schlicht und einfach besser eignet, um weiterverbreitet zu werden. Ein Bild sagt nicht nur mehr als tausend Wort. Es ist manchmal auch besser für virale Effekte im Internet.

Guide to infografik in your marketing campaign

(Quelle: http://www.nationalpositions.com)

So funktioniert Startup-Finanzierung

Eine Infografik, die zeigt, durch welche Finanzierungsstufen ein Startup läuft, bis es als mögliches Endziel einen Börsengang durchführt: Das zeigt auf einen Blick die folgende Grafik, die Anna Vital für fundersandfounders gefertigt hat. Dem ist nichts hinzuzufügen.

So verteilt sich der Kuchen über die Finanzierungsgeschichte, Quelle: fundersandfounders

Mittwoch, 15. Mai 2013

US-Buchhandel: 20% Umsatz mit E-Books

Die New York Times berichtet heute über den Buchmarkt in den USA. In 2012 setzten die Buchverlage in den USA insgesamt 15 Mrd USD um, eine Milliarde bzw. 7% mehr als in 2011. Das Wachstum kommt zu großen Teilen aus dem Geschäft mit E-Books, die rund 40% zulegten und jetzt 2,75 Mrd. USD Umsatz erzielten. Größtes Wachstumssegment ium E-Book-Geschäft: Kinderbücher, deren Umsatz sich mehr als verdoppelte auf jetzt $469.000.000.

Interessant auch die Zahl, wo Bücher gekauft werden. 2012 gingen Bücher im Wert von 7,5 Mrd. USD über den stationären Buchhandel (minus 7%), und Bücher im Wert von 6,9 Mrd. USD (plus 21%) über Onlineversender wie Amazon.

Dienstag, 14. Mai 2013

Nachrichten finden auf Smartphones und Tablets nicht statt

Eine aktuelle McKinsey Studie bringt ein spannendes Ergebnis: Obwohl Smartphones und Tablets in den USA einen Anteil von 16% an der täglichen Mediennutzung haben, sind sie im Bereich Nachrichten unterrepräsentiert. Der Großteil der US-Amerikaner informiert sich über das aktuelle Tagesgeschehen im Fernsehen (41%). Ebenfalls stark sind Zeitungen und Zeitschriften (35%) gefolgt vom Radio (16%). Aber: Nur 4% nutzen für Nachrichtenkonsum PCs und gar nur jeweils  2% Smartphones und Tablets.

Genrevergleich hinsichtlich der Nutzung verschiedener Medien (Quelle: McKinsey via Poynter)


Wie belastbar diese Daten sind, geht aus dem Bericht der journalistischen Hochschule Poynter nicht hervor. Auch lassen sich die Zahlen in dieser Form nicht mit anderen Ländern vergleichen. Allerdings ergibt sich eine spannende Fragestellung: Nämlich inwieweit die totgesagten Medien Zeitung, Zeitschrift, Radio und Fernsehen in verschiedenen Genres durchaus langfristig sehr gute Chancen haben (siehe die langen Hintergrundstücke bei der ZEIT und die nach wie vor guten Live-Einschaltquoten von Tagesschau und heute).

Mittwoch, 8. Mai 2013

Design-Wende bei Apple?

Apple gilt als Trendsetter bei Designs des digitalen Lifestyle. Bislang favorisierte Apple sogenannte Skeuomorphic Design, also die Anlehnung an die reale Welt und Emulation von Objekten. Buttons sind dreidimensional und mit Texturen belegt, es werden fotorealistische Grafiken einbebunden und passende Typo verwendet.

Nun munkelt man, dass Apples Designchef Jony Ive, der mittlerweile nicht nur für die Hardware, sondern auch für das GUI zuständig ist, einen radikalen Wechsel vornehmen will: Die neue Oberfläche soll deutlich reduzierter sein im sogenannten Flat Design.

Wer wissen will, wie Flat Design aussieht, kann ausgerechnet bei einem Dinosaurier der Branche schauen: Microsofts Windows Phone 8 nutzt durchgängig Flat Design.

Wer sich allein aus diesem Grunde doch kein Nokia mit Windows Phone kaufen will, kann sich folgende Grafik vom Webmagazin anschauen, die die Unterschiede zwischen Skeuomorphic Design und Flat Design schön gegenüberstellt.


"Apple vs. Microsoft – Flat Design vs. Skeuomorphic Webdesign" - Eine Infografik exklusiv präsentiert von WebMagazin.de.

Dienstag, 7. Mai 2013

Marketingplan: So einfach geht's!

Der kleinste Marketingplan der Welt (Quelle: Kelly Odell)
Ein Marketingplan ist für Unternehmen und speziell für Startups ein wesentlicher Werkzeug, um aus Ideen Erfolge zu machen. Der Marketingplan legt fest, mit was (Produkt) man zu welchen Preis zum Kunden kommt (Placement) und wie man den Kunden davon zuvor in Kenntnis setzt (Promotion).

Wenn man das nicht geklärt hat, setzt man im Marketing allein auf das Prinzip Hoffnung oder den Zufall. Das überzeugt werden Vorgesetzte noch Banken.

Warum scheitern so viele Unternehmen bei der Erstellung eines Marketingplans?

Kelly Odell hat dafür eine bestechend einfache Antwort: Weil sich Marketingmanager, Gründer und auch Studenten häufig eine Vorlage im Internet runterladen, auf dessen Basis sie dann einen Marketingplan befüllen wollen. Aber Templates - auch solche für einen Business Plan oder ein Design Manual - sind häufig sehr groß ausgelegt, damit sie den Anschein von Professionalität verkörpern. Je dicker ein Marketingplan (oder Business Plan oder Qualitätshandbuch oder Orgaandbuch...) desto kompetenter ist er wohl. Das ist natürlich absoluter Quatsch, weshalb Odell etwas sehr Praktisches gemacht hat, nämlich ein Raster entwickelt, wie man sehr überschaubar und mit einfachen Fragen alle relevanten Marketingfragestellung abträgt und damit den kürzesten, aber umso effektiveren Marketingplan erhält.

Klar, auch dieser Marketingplan ist nicht in einer Stunde ausgefüllt. Aber man steckt bei der Befüllung nicht so viel Zeit ins Schreiben und Gliedern, sondern ins Nachdenken, wie die Fragen richtig zu beantworten sind. Und diese Zeit ist produktive Zeit, denn sie führt dazu, dass der Marketingplan nicht eine dicke Bleiwüste wird, die keiner nutzt, sondern ein Werkzeug für das operative Tagesgeschäft wird.

Freitag, 3. Mai 2013

Erfolg in sozialen Netzen: Erst Inhalt, dann Rest

Wie kann man in sozialen Netzen - hier speziell im Kurznachrichtendienst Twitter - erfolgreich sein? Hutto, Yardi und Gilbert haben dazu eine Untersuchung über einen Zeitraum von 15 Monaten durchgeführt. Ziel: Welche Parameter steuern den Erfolg in sozialen Netzwerken gemessen an der Zahl der Personen, die einem folgen. Untersucht wurden dabei rund 500.000 Tweets von 507 Twitter-Nutzern.

Entscheidende Erkenntnis: Nicht die absolute Menge an Tweets, sondern die Inhalte sind entscheidend für die Generierung nativer Follower (also echter Menschen, die sich bewusst entscheiden, einem Twitter-Konto zu folgen, nicht gekaufte Fake-Follows). Und hier sind Inhalte mit Informationswert gemeint, nicht Inhalte, die über persönliche Tatsachen wie "ich bin gerade aufgestanden" berichten.

Die Studie kann kostenlos eingesehen werden: A Longitudinal Study of Follow Predictors on Twitter

Donnerstag, 2. Mai 2013

Facebook: 1,1 Milliarden Nutzer, aber Rückgang in den USA

Facebook-Nutzer Q1 2013 (Quelle: Allfacebook)
Auch im ersten Quartal 2013 legt Facebook weiter zu. David Cohen berichtet auf allfacebook über die aktuellen Zahlen. Wenigsten einmal im Monat auf Facebook waren demnach 1,1 Milliarden Menschen rund um den Globus. Damit hat Facebook innerhalb eines Jahres noch einmal 23% Plus hingelegt. Rund drei Viertel (751.000.000 monthly active users, MAU) gehen dabei auch mobil auf Facebook. Nur noch mit dem Smartphone im Social Network unterwegs sind rund 10% aller Nutzer (189.000.000). Täglich treffen sich auf Facebook 665 Millionen Menschen (DAU - daily active users).

Das sind wirklich beeindrucken Zahlen. Allerdings veröffentlicht jüngst das Marktforschungsinstitut Nielsen einen kleinen Wermutstropfen für Facebook: Im Heimatmarkt USA ist die Nutzung von Facebook rückläufig. Im  März 2013 ging die Zahl der Unique Visitors im Jahresvergleich um 11 Millionen Nutzer zurück. Ob dies ein erster Indikator für einen generellen Rückgang von Facebook als dem globalen Netzwerk ist oder nur eine zufällig Momentaufnahme, lässt sich noch nicht abschätzen.

CERN restauriert erste Webseite

Als Tim Berners-Lee die Grundprinzipien des World Wide Web entwickelte (dem, was wir heute simpel das Internet nennen), richtete er natürlich auch eine eigene Seite im WWW an. Die bekam die Adresse http://info.cern.ch Ein aktuelles Projekt am CERN beschäftigt sich derzeit damit, die allererste Version dieser Webseite wieder herzustellen. Damit entsteht quasi ein digitales Museum, das weltweit den Zugriff auf die Geburtsstunde des Internet ermöglicht.

Mehr Infos zum Projekt "Restoring the first website" gibt direkt beim CERN: http://first-website.web.cern.ch/

Dienstag, 23. April 2013

Portale neben Google wichtigste Navigationshilfe im Netz

Über Suchverhalten im Internet macht man sich außerhalb von SERP, SEO und SEA wenig Gedanken, denn eines ist klar: In Deutschland sucht man mit Google und sonst nirgends. Auf 96% Marktanteil kommt Google in Deutschland Stand Dezember 2012. Microsofts Bing folgt mit 1,4% , Ask mit 0,8%, Yahoo mit gerade mal noch 0,7% und Web.de mit 0,4%. Damit ist alles gesagt, oder?

Deutsche suchen auch außerhalb von Google ziemlich viel (Quelle: Comscore)
Interessant ist, laut der aktuellen Comscore-Marktstudie, dass die Deutschen durchaus neben Google noch viele andere Dienste nutzen, um per Suche zu neuen Ergebnissen zu kommen und man sich als Seitenbetreiber durchaus damit auseinandersetzen sollte. Nur eben keine generischen Suchmaschinen, sondern Portale.

So folgt nach Google hinsichtlich der Menge von Suchanfragen nicht etwa Yahoo (siehe oben), sondern Amazon, wo immerhin fast 28,8 Mio. Deutsche im Monat eine Suchanfrage abschicken. Nur knapp dahinter Ebay mit 26,3 Mio. Suchen.

Mit deutlichem Abstand folgen auf den Plätzen 4 und 5 zunächst die Seiten der Deutschen Telekom (hier wahrscheinlich vor allem das Angebot von T-Online und die dort teilweise vom Browser bei Fehleingaben der URL gestartete Suchmaschine) und dann von Facebook.

Ebenfalls ein Schwergewicht hinsichtlich der monatlichen Suchanfragen ist die Wikipedia: 8,9 Mio. Deutschen such im Monat auf Wikipedia nach Artikeln.

Dies zeigt deutlich, dass neben Google durchaus eine ganze Reihe von anderer Seiten relevant sind, um im Internet als Seitenbetreiber sichtbar zu sein und aufgefunden zu werden. Dies gilt vor allem für einzelne Marktsegment: Wenn jemand z.B. ein Ziel für einen Tagesausflug in der Nähe von Berlin sucht, wird er kaum "Tagesausflug Berlin" in Google eingeben, sondern sich über eine andere Suchstrategie und damit mit hoher Wahrscheinlichkeit auch über andere Webseiten neben Google Informationen beschaffen.

Mittwoch, 3. April 2013

Internetnutzer in Deutschland: Die meisten sind älter als 55

So alt sind deutsche Internet-Nutzer
Internetnutzung nach Alter in Deutschland (Quelle: Comscore)
Selbst im Jahr 2013 hat man manchmal den Eindruck, dass sich der Volksglaube hält: Das Internet sei etwas für die jungen Hüpfer, die da irgendwie ihre Zeit vertändeln. Die empirisch messbare Realität sieht anders aus. Die meisten Internetnutzer in Deutschland stellen die "golden surfer" oder "best agers", also diejenigen, die ihren 50. Geburtstag schon hinter sich haben.

Das liegt natürlich sehr stark an der Alterspyramide in Deutschland. Dennoch zeigen diese aktuellen Zahlen aus dem von Comscore veröffentlichten Report "Future in Focus. Digitales Deutschland 2013" eines ganz deutlich: Internetangebote sollten nicht möglichst "jugendlich" zugeschnitten werden, sondern sich hinsichtlich Navigation, Lesbarkeit und Usability an der Majorität der Nutzer orientieren.

Dies gilt übrigens nicht nur fürs "normale" Internet. Auch bei Facebook legen die "Alten" zu, während die Jugend zu trendigeren Alternativen wechselt, wie Holger Schmidt heute auf Focus berichtet.

Dienstag, 2. April 2013

Social Media ohne Internet

Cartoon von John Atkinson (Quelle)
Für unsere Kinder und Enkel: So sah die Welt aus, bevor Social Media über alle Kanäle unser Leben mit Apps, Likes und Connects bereicherte. Schöner Cartoon von John Atkinson, der schön das Versprechen einlöst: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte...

Samstag, 30. März 2013

Social Media Marketing: In acht Schritten zum Erfolg

Social Media Marketing ist nicht nur neu, sondern auch besonders komplex. Gleich mehrere Dinge laufen komplett anders als bei allen anderen Marketingmaßnahmen. Die Hierarchie "Ich Sender, Du Empfänger" ist aufgelöst. Social Media kann für völlig unterschiedliche Zwecke - partizipaticve Produktentwicklung, Customer Service, Customer Retention etc. eingesetzt werden. Und dann ist da noch was: Nicht Marken kommunizieren in sozialen Netzwerken, sondern Menschen.

Die Herausforderungen zur Entwicklung einer Social Media Marketing Strategie fasst sehr gut diese Infografik zusammen, die Mark Smiciklas entwickelt hat. In acht Schritten zur Social Media Marketing Strategie. Aber Achtung: Acht Schritte hört sich wenig an. Um diese acht Schritte operativ umzusetzen, braucht es jedoch eine gehörige Anstrengung.
In acht Schritten zur Social Media Marketing Strategie
Social Media Marketing Strategie in acht Schritten entwickeln (Quelle: Socialmediaexplorer)

Donnerstag, 28. März 2013

SEO: So optimiert Google seine eigenen Webseiten

SEO Manual SEO Fibel SEO Handbook
Google veröffentlicht eigenes SEO Handbuch
Immer wieder werde ich gefragt, was man beachten muss, damit eine Webseite einigermaßen realistische Chancen hat, im Internet gefunden zu werden. Meine Antworten entsprachen bislang der aktuellen Tagesform, doch jetzt kann ich guten Gewissens auf ein kleines Handbuch verweisen, den Google SEO Guide.

Die Betreiber der Google-Suchmaschinen haben für ihre eigenen Mitarbeiter eine kleine Fibel zusammengestellt, die darlegt, was man alles berücksichtigen sollte, wenn man eine Webseite anlegt. Googles Einführung in die Suchmaschinenoptimierung (SEO, search engine optimization) sollte zur Pflichtlektüre eines jeden Bloggers, Journalisten, Marketingverantwortlichen, Medienstudenten und sonstwie am Internet interessierten gehören.

Klar, für alle, die sich schon länger mit SEO und Suchmaschinenoptimierung beschäftigen, verrät das Google SEO Book nichts Neues. Aber - und das ist die gute Nachricht: SEO sollte kein Geheimwissen von Beratern sein bzw. bleiben. SEO ist heute eine grundlegende Medienkompetenz, um zu verstehen, welches Wissen wann wie verfügbar gemacht wird.

Die Google SEO Fibel ist in diesem Zusammenhang ein klar zu empfehlendes Stück Medienpädagogik, das man hier kostenfrei herunterladen kann: zum Google SEO Handbuch Download (PDF).

Smartphones 2012: Über 50% Marktanteil in Europa

Smartphone Anteil Europa
Quelle: Comscore
Wir ahnten es schon, jetzt gibt's es schriftlich: Über 50% der Deutschen nutzen mittlerweile als Mobiltelefon ein Smartphone, in Spanien und Großbritannien sind es bereits deutlich über 60%. Der Durchschnitt der europäischen Big Five - Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien - liegt bei 57%.Diese Zahlen ermittelt der 2013 Comscore Report "Future in Focus - Digitales Deutschland".

Ebenfalls bezogen auf die fünf europäischen Kernmärkte sind derzeit 241 Mio. Menschen aktive Nutzer mindestens eines Mobiltelefons. Rund 35% aller Nutzer sind unter 35 Jahren alt, d.h. zwei Drittel der Mobile-Nutzer sind älter als 35.

Spannend: In Großbritannien erfolgen bereits 24% der Webseitenzugriffe von Smartphones. In Deutschland liegt dieser Anteil derzeit noch bei 5,6%.